/ Wort zum Tag

5. Mose 3,18

Bibelvers

Der HERR aber, der selber vor euch hergeht, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht und erschrick nicht!

5. Mose 3,18

Er ist gerade 35 Jahre alt. Später soll er einmal die Firma übernehmen. Dann verunglückt der Vater tödlich. Ein Lastwagen fuhr bei Nebel ungebremst in einen Stau hinein. Von heute auf morgen soll der Juniorchef den Konzern leiten. „Wie soll ich das bloß schaffen?“, so fragt er sich besorgt.

Herr Schulze bezieht am Monatsanfang ein Zimmer im Altenheim. Vor zwei Jahren verstarb seine Frau völlig unerwartet. Seitdem baut er körperlich immer mehr ab, ist schon des Öfteren in seiner Wohnung gestürzt. Und seine beiden Kinder leben beruflich bedingt viele hundert Kilometer entfernt. Sein Hausarzt meint: „Dieser Umzug ist das Vernünftigste, was Sie tun können!“ Aber die letzten Nächte bekommt er kaum ein Auge zu: „Wie werde ich in dieser neuen Umgebung klar kommen?“

Ruth arbeitet seit einiger Zeit in einem sehr aktiven Frauenkreis mit. Sie steht mehr im Hintergrund, denn die Fäden halten zwei andere Frauen in der Hand. Innerhalb weniger Wochen fallen beide für längere Zeit aus. Eine schwere Erkrankung, die Pflege des Vaters nach einem schweren Schlaganfall… Beide müssen sich für eine geraume Zeit zurücknehmen. „Ruth, kannst Du nicht jetzt die Leitung übernehmen?“, so fragt der Pastor nach dem Gottesdienst. Aber Ruth grübelt: „Bin ich dieser Aufgabe überhaupt gewachsen?“

Neue Herausforderungen sind für etliche Menschen nicht unbedingt ein positiver Ansporn. Sie können wie eine Bleiweste auf unserem Gemüt liegen, macht manchen Menschen sehr verzagt. Genauso ging es einst dem Josua, als er in die Fußstapfen des großen Mose treten sollte. Josua war keiner, der schon längst nach dieser Führungsposition geschielt hat. Die Spuren, die Mose bei seinem Volk hinterlassen hat, empfindet er als viel zu groß für sich. Er ist unsicher, grübelt über seine Unzulänglichkeiten nach. Und Mose? Er ruft ihm nicht nur ein billiges: „Kopf hoch, es wird schon werden!“ zu. Stattdessen sagt er: „Der Herr aber, der selber vor euch hergeht, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht und erschrick nicht!“ Wir finden diesen Zuspruch in 5. Mose 31, Vers 8.

Ob der alt gewordene Mose sich wohl daran erinnert hat, wie unsicher er selber war, als Gott ihn am brennenden Dornbusch berufen hat, Israel aus Ägypten zu führen? „Wer bin ich, das ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten?“ (2. Mose 3, Vers 11), so fragte er damals. Josua sieht jedenfalls um sich herum nur die Sonne, die Sterne, den Sand und vor allem einen riesigen Berg an Problemen. Aber durch diese unüberwindbare Wand öffnet Mose seinem Nachfolger ein offenes Fenster zum Himmel. „Denke doch daran, Josua, Gott wird bei dir sein. Er wird seine Hand nicht von dir abziehen. Er verlässt dich nicht!“ (Vers 8).

Ich weiß nicht, ob auch Sie vor einschneidenden Veränderungen oder gar Herausforderungen stehen? In unserem Leben kann nicht immer alles beim Alten bleiben. Was aber bleibt ist die Zusage Gottes: „Ich werde mit dir sein!“ Weder dem Josua noch uns drückt Gott für die neuen Wege eine Landkarte in die Hand. Manche Unsicherheiten werden uns begleiten. Aber statt einer Landkarte reicht uns Gott seine Hand. „Ich werde meine Hand nicht von dir abtun!“ Welch’ eine Ermutigung! Verlassen Sie sich auf diese Zusage Gottes!
 

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