/ Wort zum Tag

2. Mose 15,2

Bibelvers

Der HERR ist meine Stärke und mein Lobgesang und ist mein Heil.

2. Mose 15,2

Mögen Sie es, wenn man gut über Sie spricht? Keine Frage! Den wenigsten ist das egal. Wir mögen es, wenn man uns lobt. Oder andersherum: Wann haben Sie zum letzten Mal jemandem etwas Gutes gesagt, sie oder ihn herausgestrichen und gelobt? Stimmt’s? Das kommt selten vor. Dabei tut es wohl, wenn man hört: "Das hast du aber gut gemacht. War echt Klasse. Gratulation!" Wir mögen das und wir brauchen das: Kein Leben ohne Lob!

Die Bibel bringt noch eine (ganz) andere Dimension ins Spiel: Das Gotteslob. Unsere katholischen Geschwister haben ihr Gesangbuch so genannt: "Gotteslob". Und in keinem Gottesdienst – ganz gleich, welcher Kirche, insbesondere beim Heiligen Abendmahl, fehlen die Worte "Ehre sei Gott in der Höhe …. Wir loben dich. Wir preisen dich, wir beten dich an, denn groß ist deine Herrlichkeit, du Herr und König des Himmels, unser Gott und Vater." Das ist nicht einfach aus der Luft gegriffen oder ausgedacht. Nein. Das Lob Gottes findet sich in der Bibel von der ersten bis zur letzten Seite, ausgesprochen und unausgesprochen. Und warum? Weil Gott beispiellos gut ist. Das geht schon bei den Schöpferzeugnissen los: "Und Gott sah, dass es gut war." Sechs mal fällt dieser Satz. Zum Schluss heißt es gar: "Es war sehr gut." Und wir könnten – zwar etwas salopp, aber sinngemäß richtig zusammenfassen: "Und man sah, dass Gott gut war."

In unseren Lobliedern, den alten wie den neuen, liegt viel verborgen. Mit jedem "Halleluja", das wir singen oder hören, reagiert eine Gemeinde auf die Taten Gottes und stellt sich in die große Bewegung der Weltgeschichte mit ihren Gotteserfahrungen. Nicht nur auf Gottes Wirken zu Zeiten des Alten Testamentes trifft der Lobpreis zu, nicht nur auf den Zug - trockenen Fußes - durchs Schilfmeer, sondern auch und besonders auf Jesus, auf sein Werk und auf seinen Weg.

Ich mag die Worte: heilsam und heilen und Heiland – in ihrer tiefen Bedeutung. Das "Heil dir im Siegerkranz" mag ich weniger und schon gar nicht den auf einen bestimmten Menschen bezogenen Gruß. So nicht! Aber wenn auf das Heil Gottes die Rede kommt, dann bin ich ganz hellhörig und werde froh: Wer vom Heil Gottes spricht oder singt, der zielt ab auf Jesus Christus und sein unvergleichliches Heilswerk.

Mich bewegt dabei immer wieder die Geschichte eines Paulus, der erst ein ganz anderer war und durch die Begegnung mit Christus verwandelt wurde. Er hört von Christus nicht, er müsse sein Leben lang immer dieselbe krumme Figur bleiben, die er als Mensch nun einmal ist, der immer und ewig Verdammenswerte. Nein, er hört genauer hin, (er horcht auf,) er antwortet und kann schließlich sagen: "Von Jesus Christus rede ich, unserm Herrn. Gott stattete ihn aus mit Macht und Würde. Ich selbst bin (freilich) der allerletzte. Aber dieser Sohn nahm mich in seinen Dienst und gab mir das Amt eines Botschafters, dass alle Völker ihn anerkennen als ihren Herrn und ihm vertrauen." Genau besehen – ist das auch ein Loblied. Und wir tun gut daran, unsere eigenes zu singen: nicht zu unserer Ehre, versteht sich, sondern zur Ehre des Herrn – aus frohem Herzen und möglichst mit anderen zusammen!

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