/ Wort zum Tag

Offenbarung 1,8

Bibelvers

Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige

Offenbarung 1,8

„Gestatten, Gott.“ Können Sie sich vorstellen, dass Gott sich Ihnen so bekannt macht? Ich schon.

Vielleicht sagt er auch: Hallo, ich bin Gott, der Herr oder Guten Tag, ich bin der Gott für jede Tages- und Jahreszeit.

Oder auch so: Stellen Sie sich vor, mich gab es schon immer.

Es gibt eine Art Gotteslexikon – Gott von A bis Z, in dem sich Gott mir vorstellt und zeigt, wie er auf die ersten Menschen zugegangen ist, auf Abraham, auf das Volk Israel und durch Jesus auf ganz unterschiedliche Männer, Frauen und Kinder. Dieses etwas ungewöhnliche Lexikon erzählt Geschichten zu Stichworten wie Liebe, Freude, Leidenschaft, Wut, Leid, Strafe, Heiligkeit, Ehre, Einzigartigkeit. Dieses Lexikon ist in jedem Buchhandel erhältlich, gibt es als Internetversion und neuerdings auch als Magazin.

Ich meine die Bibel.

Wenn Gott z. B. in der Offenbarung sich so den Christen vorgestellt hat:

„Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige“, dann heißt das für mich heute: Gottes Haltbarkeitsdatum ist nicht abgelaufen. Er ist noch genauso da und aktiv wie vor 1000 Jahren oder vor 2000 Jahren oder, oder.

Gott ist auch der Zukunft gewachsen. Er wird nicht zurücktreten.

Auch dann nicht, wenn ich ihm z. B. vorwerfen würde:

Gott, du bist doch nicht mehr zeitgemäß. Deine Vorstellungen vom menschlichen Miteinander funktionieren in unserer hektischen Zeit nicht mehr. Da kann sich keiner mehr Zeit nehmen, so ein dickes Buch über dich zu lesen. Wir sind es gewohnt, kurzweilig unterhalten zu werden. Viel nachdenken ist mir lästig und zu anstrengend. Ich werde in meinem Alltag genug gefordert. Da kann ich nicht auch noch Druck von dir gebrauchen.

Sonntags schlafe ich aus. Und liebevoll kann ich mit meinen Mitbewohnern auch nicht umgehen, sonst tanzen sie mir auf der Nase herum. In Notfällen hast du mir auch nicht so geholfen, wie ich das erwartet habe. Letztlich bin ich doch auf mich allein gestellt. Was hab ich also von dir? Mach jemandem Platz, der schneller, effektiver und klarer handelt und seine Ziele durchsetzt. Jemandem, der mit unserer Zeit klarkommt.

 

Ich bin so dankbar, dass Gott sich von derartigen Forderungen und Vorwürfen nicht beeindrucken lässt. Er tritt nicht zurück. Er bleibt auch in Zukunft der alleinige Gott.

Er kann mir ganz individuell begegnen, z. B. hat er mir bei einer Schiffsfahrt auf dem Rhein in Erinnerung gerufen, was er mir vor ein paar Jahren bei einem Rheinspaziergang klar gemacht hat: „Der Rhein ist wie dein Leben. Du siehst nur den vor dir liegenden Abschnitt der Landschaft. Was hinter der Kurve ist, kannst du nicht erkennen, aber ich weiß, wie es für dich weitergeht.“

Für mich war und ist dadurch klar: ich muss nicht alles wissen. Es reicht, wenn ich das sehe, was ich gerade überblicken kann, und diesen Rahmen will Jesus mit Leben füllen. In diesem Lebensabschnitt gilt es, Kurs zu halten und in Jesu Nähe zu bleiben und ihn nicht mit Rücktrittsgesuchen zu nerven.

Dennoch geht Gott von gewissen Dingen nicht ab. Wenn ich wissen will, wie Gott sich mein Leben vorstellt, dann kann ich von den Lebensgeschichten eines Abraham, einer Esther, eines Petrus oder einer Lydia lernen. Ihnen ist gemeinsam, dass sie ihr Leben mit Gott gestaltet haben und geglaubt haben, dass er am Anfang ihres Lebens da war und am Ende ihres Lebens auch noch da sein wird.

Sie haben geglaubt, dass Gott die Macht hat, ihr Leben zu verändern.

Um zu gucken, was hat ihnen geholfen, zu glauben, dass Gott nicht nur nicht abtreten sollte, sondern der beste Herrscher ist, den sie sich vorstellen konnten, komme ich nicht drum herum: Ich muss zur Bibel greifen und darin lesen, und ich werde erstaunliche Parallelen zu unserer Zeit und zu meinem Leben entdecken. 

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