/ Wort zum Tag

Sprüche 5,21

Bibelvers

„Eines jeden Wege liegen offen vor dem Herrn.“

Sprüche 5,21

Soziale Netzwerke im Internet erleben einen beispiellosen Boom. „Social Software“ nennt man sie auch. Soziale Software. Allein Facebook verzeichnet rund 400 Millionen Nutzer weltweit. Was tut man auf diesen Plattformen? Man sammelt Freunde. Man tauscht Informationen aus: Man vernetzt sich. Nun gibt es nicht nur Facebook. Es gibt auch SchülerVZ und StudieVZ und MeinVZ und Xing und manche andere. Und nicht wenige Menschen sind gleich in mehreren solcher sozialen Netzwerke zu Hause. Das ist ein großartiges Mittel gegen die Vereinsamung – auf der einen Seite. Das ist aber auch eine große Versuchung, in einem solchen Netzwerk, eine künstliche Identität aufzubauen und zu leben. Vielleicht sogar in den unterschiedlichen Netzwerken unterschiedliche Identitäten. Dazu kommen die Spielwelten wie „Second Life“, in denen ich für mich eine völlig neue Identität erfinden kann: einen anderen Namen, ein anderes Gesicht, eine andere Figur, einen anderen Beruf, vielleicht sogar ein anderes Geschlecht. Längst bieten sich sogenannte Identitätsmanager an, die mir dabei helfen wollen, den Überblick nicht zu verlieren.

Schöne, schreckliche, künstliche Welt! Als die Sprichwörtersammlung des Alten Testaments entstand, ahnte noch niemand etwas von diesen faszinierenden und beängstigenden Möglichkeiten. Doch der Stoßseufzer, der in Kapitel 5, Vers 21, steht und der die Losung des heutigen Tages ist, war damals gültig und ist es heute erst recht: „Eines jeden Wege liegen offen vor dem Herrn.“ Eines jeden Wege, eines jeden Wünsche, eines jeden Pläne, eines jeden Schuld, eines jeden Identität. Menschen magst du täuschen können, wenigstens eine ganze Weile lang, Gott aber kannst du nicht täuschen.

Ein solcher Satz muss mir keine Angst machen. Ein solcher Satz kann mich entlasten und befreien. Es gibt einen, der sieht mich, wie ich bin. Dem kann ich nichts vormachen und dem muss ich nichts vormachen. Dieser Gott im Himmel ist der Vater unseres Herrn Jesus Christus, ist der Vater unseres Herrn Jesus Christus, ist der Vater des Gekreuzigten und Auferstandenen. Er ist der Vater des Lichts und der Vater der Liebe. Der schaut mich an. Der blickt tiefer. Der blickt durch. Und er will mich zu einem Menschen machen, der klar und wahr lebt und denkt, der nichts verstecken muss, weder vor sich noch vor Gott.

Ich will mir das heute vor Augen halten, heute und mein ganzes Leben lang. Meine Wege liegen offen vor dem Herrn. Er sieht meine Wege und er sieht mich. Aber er sieht sie mit Augen der Liebe und mit einem Herzen voller Erbarmen und ich will sagen:

Danke, lieber Herr, dass du das alles siehst. Danke, dass ich vor dir nicht so tun muss, als wäre ich ein anderer. Danke, dass ich ich sein darf vor dir. Danke, dass du mir vergibst. Danke, dass du mich zurechtbringst. Und danke, dass du mich auf meinen Wegen begleitest und dass ich auf diesen Wegen zu einem Menschen werden darf, der andere in dein Licht, in deine Liebe und in deine Wahrheit lockt.

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