/ Wort zum Tag

Epheser 1, 7

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

“In Jesus Christus haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade”.

Epheser 1, 7

Der Apostel Paulus schreibt an seine Mitchristen: “In Jesus Christus haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade”.

“Mit großartigen Worten erhebt Paulus den Ephesern gegenüber Gottes Gnade, um ihre Herzen zur Dankbarkeit anzuspornen, besser gesagt, um sie ganz zu entflammen, in Beschlag zu nehmen und mit diesem Gedanken zu erfüllen”, so schreibt der Reformator Johannes Calvin dazu. Weiter sagt er: “Denn die Menschen, die sich dessen bewusst sind, dass Gottes Güte in sie ausgegossen worden ist, in so reichem Maße, dass zu einem vollständigen Erfülltsein nichts fehlt und die sich im Nachdenken darüber fortwährend üben, die werden niemals neuen Lehren den Zutritt gestatten, die geeignet sind, gerade jene Gnade zu verdunkeln, deren Wirken sie bereits in sich spüren.” So Johannes Calvin.

Wer so wie Paulus schreibt, will uns tatsächlich in dieses Gotteslob mit hineinnehmen. Paulus redet als einer, der sich darüber freut, dass dieser Gott sich ihm zur Verfügung gestellt hat. Paulus versteht sich als ein Beschenkter, als einer, dem dieser Gott ganz nahe gekommen ist. Er bekennt es: “Dieser Gott hat sich für mich und für euch hingegeben.” Paulus hat andererseits gemerkt, dass dieser Gott ihn fordert und in die Pflicht nimmt, dass an diesen Gott hier in dieser Welt geglaubt oder er verleugnet wird. Gerade deshalb weist Paulus auf diejenigen Taten Gottes hin, die ganz besonders seine große Liebe zu uns zeigen. Er spricht von der Erlösung durch sein Blut, von der Vergebung der Sünden, dem Reichtum seiner Gnade. Damit beschenkt uns Gott.

Und vor allem nennt Paulus in diesen Worten, aber auch im ganzen Brief an die Christen in Ephesus, den Generalnenner, die Mitte all dieser großartigen Geschenke: Jesus Christus. “In Jesus Christus” haben wir alles, worauf es im Leben und Sterben ankommt in dieser Zeit und in Ewigkeit. 

An ihn weißt Paulus uns auch in Fragen und Zweifeln. Jesus kennt unser Leben mit allen Höhen und Tiefen, weil er selbst Mensch geworden ist. Und er ist jetzt für uns da, weil Gott ihn auferweckt hat. “In Jesus Christus”, das sind nur drei Wörter und doch steckt in ihnen der ganze Reichtum Gottes. Dabei ist das größte Geschenk Gottes für mich die Vergebung meiner Sünden. Das mit Vergebung übersetzte Wort bedeutet wörtlich “wegschicken” oder “eine Schuld erlassen”. Jesus Christus hat mich nicht nur erlöst, sondern mir auch jede Schuld erlassen.

Diese Sündenvergebung ist ein Akt der Gnade. Weder habe ich es mir verdient, dass mir vergeben wird, noch kann ich mir meine Vergebung in irgendeiner Form erarbeiten. Trotzdem beruht meine Vergebung der Sünden auf einer Tatsache, die mir niemand streitig machen kann. Diese Vergebung gilt ein- für alle mal und in alle Ewigkeit. Nicht als ob ich nicht wüsste, dass sie auch bedroht sein kann. Manchmal bin ich in meinem Leben hin- und hergerissen. Dann ist es gut, wenn ich mich wieder neu vergewissere, dass mich von der Liebe Gottes in Jesus Christus nichts trennen kann. 

Wenn ich Jesus Christus angehöre, besitze ich das, worauf ich mich fest verlassen kann.

So wie es Cyriakus Schneegaß (1546-1597) gedichtet hat:

 

“Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden,

Teufel, Welt, Sünd oder Tod;

du hast’s in Händen,

kannst alles wenden,

wie nur heißen mag die Not.

 

So Cyriakus Schneegaß in seinem Lied.

Allerdings, wer sich hineinnehmen lässt in diesen Bereich der Liebe Gottes, der weiß nicht nur mehr als andere. Er lebt auch anders: beschenkt und bereit, von diesem, seinem neuen Reichtum abzugeben. Weil ich weiß, dass Gott mir vergeben hat, kann ich mich an seiner Gnade freuen und versuche deshalb auch nach seinem Willen zu leben. Denn diese Vergebung stellt keinen Freibrief für meine Sünde dar, sondern sie ermuntert mich viel mehr, Jesus gehorsam zu sein. Diese Liebe erwartet von mir ein Echo: sowohl in meinem Dank an Gott, als auch auf dem Umweg über meine Mitmenschen, in denen Gott mir konkret begegnet. Sie haben es auch verdient zu hören, was Jesus für Sie getan hat und durch meine praktische Hilfe zu spüren, wie sehr er Sie liebt.


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