/ Wort zum Tag

Psalm 28,9

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Hilf deinem Volk und segne dein Erbe und weide und trage sie ewiglich!

Psalm 28,9

Wer wollte in diese doppelte Bitte nicht einstimmen? Hilf und segne. Ist das nicht die Bitte, die uns täglich auf den Lippen liegt, wenn wir an die Aufgaben des vor uns liegenden Tages denken. Herr, hilf mir. Wie oft kommt uns diese Bitte in den Sinn, zumal wir doch wissen, dass wir ohne die Hilfe Jesu nichts tun können (Joh. 15,5). Und dass Gott sein Erbe mit seinem Segen beschenkt, ist für den an Jesus Christus Glaubenden ein Grundanliegen. Dass wir dabei nicht nur an Gottes auserwähltes Volk Israel, sondern auch an die neutestamentliche Gemeinde Jesu denken, wird wohl bei uns vorausgesetzt. Und in der Tat leben beide - Israel und die Gemeinde - davon, dass Gottes Segen ihr Wirken in dieser Welt begleitet.

Insofern könnten wir eigentlich zur Tagesordnung übergehen. Was mich allerdings bei unserem Wort zum Tag aufhorchen ließ ist der kleine Nachsatz: "... weide und trage sie ewiglich." Drei Worte fallen dabei auf: Weiden, tragen, ewig.
Weiden: Ein Wort, das sich bei mir mit dem Bild des Hirten verbindet. Der Hirte sorgt dafür, dass die Schafe täglich auf einer guten Weide satt werden. Nicht das Schaf sucht den Weideplatz, sondern der Hirte. Er trägt die Verantwortung. In einem Kinderlied heißt es : 'Unter seinem sanften Stab geh ich ein und aus und hab unaussprechlich süße Weide, dass ich keinen Mangel leide.' Ja, so ist es. Mein guter Hirte sorgt für mich, dass auch heute meine Seele satt wird. Er sorgt für mich. Ich darf ihm vertrauensvoll folgen, wohin immer er mich führt.

Tragen: Dieses Wort deutet an, dass es möglich ist, dass der Weg, den er führt, beschwerlich ist. Manche Wegstrecke zieht sich in die Länge. Müdigkeit stellt sich ein. Wir verlieren das Ziel aus den Augen. Die Schwierigkeiten, die uns begegnen, lähmen, und wir stehen in der Gefahr, kraftlos niederzusinken. Oder aber, wir haben uns verletzt auf dem langen Weg zum Ziel. Was dann? Dann tritt er auf den Plan, um unsere wundgescheuerte Seele zu verbinden und uns auf seinen starken Armen weiter zu tragen.
Jesus lässt keinen einfach am Wegrand liegen. Er kümmert sich um uns. Er 'fragt bei jedem Schritt, ob wir nicht etwas von ihm zu bitten haben'. Ja, unser guter Hirte weidet nicht nur, sondern er trägt uns durch die Zeiten.

Ewiglich: Welch ein Wort. Jesus wird nicht müde, wenn wir müde werden. Er verzweifelt nicht, wenn wir verzweifeln. Er gibt nicht auf -. auch wenn wir aufgeben möchten. Wie mutmachend ist das. Weder die vielen Enttäuschungen die er mit uns erlebt, noch die Rückschläge die es gibt, können ihn veranlassen, die Beziehung zu uns abzubrechen. Was er mit und bei uns angefangen hat, lässt er nicht halbfertig liegen, weil wir zu wenig Fortschritte machen oder sich die Mühe nicht lohnt.  Er hält durch bis zum Ziel.

Da bleibt nur noch das Einstimmen in die Worte des oben erwähnten Liedes:
Sollt ich denn nicht fröhlich sein, ich beglücktes Schäfelein?
Denn nach diesen schönen Tagen werd'  ich endlich heimgetragen
in den Hirten Arm und Schoß; Amen, ja, mein Glück ist groß!
(Henriette Marie Luise von Hayn)

 


Kommentare

Von Renate am .

Danke für diese gute Auslegung! Der gute Hirte lässt uns nicht im Stich! Diese Erfahrung habe ich besonders in den letzten Wochen machen dürfen. ER führt und leitet und trägt uns, so dass wir oftmals nur staunen können.


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