/ Wort zum Tag

2. Chronik 16,9

Bibelvers

Des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.

2. Chronik 16,9

Gott hält Ausschau. In aller Herren Länder. Auch nach Ihnen und mir. Er ist, sagt das Alte Testament, ein Gott, der sieht. Das können Sie und ich heute noch sagen: Wir haben einen Gott, der sieht! Er hat Sie und mich vor Augen. Er behält Sie und mich im Auge. Er möchte keinen von uns aus den Augen verlieren. Sollten wir darüber nicht große Augen machen – staunen und uns freuen? Wir haben einen Gott, der sieht! Uns sieht. Uns im Auge hat. Das soll uns Tag und Nacht vor Augen stehen, das soll in allen Lebenslagen unsere Gewissheit sein: Gott hat uns immer im Blick.

Aber – haben wir Gott immer vor Augen? König Asa von Juda, an den unser heutiges Losungswort erging, hatte Gott aus den Augen verloren. Er setzte ganz auf den König Syriens. Der sollte ihn vom politischen Druck durch den König Israels befreien. Weil Asa die Hilfe bei einem Menschen suchte, ließ ihm Gott durch seinen Boten ausrichten: Des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.

Mit ganzem Herzen bei Gott sein? Da will mir das Herz stocken. Ich liebe meine Frau von ganzem Herzen. Ich liebe meine Kinder und Enkel von ganzem Herzen. Wie liebe ich Gott? Liebe ich ihn so, dass ich mit ganzem Herzen bei ihm bin? Das müsste doch so aussehen: Ich weiß ihn im Alltag immer neben mir. Ich rechne mit ihm. Ich rede mit ihm. Ich lasse ihn mein Herz ausfüllen: Gott soll meine Freude, meine Zuversicht und meines Herzens Trost sein, wie es in Psalm 73 heißt.

Bin ich so mit ganzem Herzen bei ihm ? Oft nicht. Ich sehe bei mir viel Halbherzigkeit. Aber gerade damit kann ich zu Gott kommen! Und das ist zum Staunen: Dann ist er sofort mit ganzem Herzen bei mir. Er – bei mir! Das ist großartig. Wenn ich das verinnerliche, verändert es mich. Meine Halbherzigkeit hat ein Ende. Ich bin wieder mit ganzem Herzen bei ihm. Jetzt geschieht von Gott her, wovon die Losung dieses Tages redet: Er stärkt, die mit ganzem Herzen bei ihm sind. Unser Gott ist ein starker Gott! Daher konnte Martin Luther King sagen: „Ist jemand unter uns, der seinem Lebensabend entgegengeht und den Tod fürchtet? Warum diese Furcht? Gott ist mächtig! Ist jemand unter uns, der über den Tod eines geliebten Menschen verzweifelt ist? Warum verzweifeln? Gott kann die Kraft schenken, das Leid zu tragen. Sorgt sich jemand um seine schlechte Gesundheit? Warum sich sorgen? Komme, was mag, Gott ist mächtig! Wenn unsere Tage verdunkelt sind und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte, so wollen wir stets daran denken, dass es in der Welt eine große segnende Kraft gibt, die Gott heißt. Gott kann Wege aus der Ausweglosigkeit weisen. Er will das dunkle Gestern in ein helles Morgen verwandeln – zuletzt in den leuchtenden Morgen der Ewigkeit.“

„Gott kann“, sagt Martin Luther King. Das gilt auch Ihnen. Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind. Lassen wir Gott nicht vergeblich nach uns Ausschau halten!
 

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