/ Wort zum Tag

2. Mose 20, 14

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

„Du sollst nicht ehebrechen“. Einen solchen Satz braucht man einem frisch verheirateten Ehepaar normalerweise nicht sagen. Denn die Beiden wollen für immer zusammen gehören. Schön, wenn es bei allen Ehepaaren so bleiben würde. Weil Gott aber weiß, dass das Verliebtsein nicht ein Leben lang anhält, gab er uns sein Gebot. Er weiß nämlich, dass es auch zwischen Eheleuten zu erheblichen Spannungen kommen kann. Gott weiß ebenso, dass Ehepartner sogar sehr egoistisch sein können, so dass das Zusammenleben mitunter sehr schwer werden kann. Mancher stellt dann die Frage, ob man nicht besser auseinander gehen sollte.

In eine solche Situation hinein sagt Gott: Tu es nicht, denn: „Du sollst nicht ehebrechen. Dieses Gebot kann man vom Textzusammenhang auch so übersetzen: Weil ich der Herr, dein Gott bin, wirst du die Ehe nicht brechen. Denn: „Was Gott zusammen gefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden“, sagt Jesus (Matth.19, 6). Brich also nicht aus deiner Ehe aus. Bringt stattdessen gemeinsam eure Schwierigkeiten vor Gott und bittet ihn um Weisheit für ein besseres Miteinander. Das bedeutet nicht, dass es dann keine Bewährungsproben mehr gibt. Aber es ist ein großer Unterschied, ob Eheleute bewusst Gott in ihr Miteinander einbeziehen. Oder ob sie nur mit ihren eigenen begrenzten Möglichkeiten rechnen.

Die folgenden Sätze wollen eine Hilfe zur positiven Gestaltung Ihrer Ehe sein:

1. Gehen Sie ehrlich miteinander um. Denn Ehrlichkeit ist die einzige Grundlage für jedes Vertrauen, das für Sie Beide sehr wichtig ist. Einer soll vom anderen wissen: Ich kann meinem Ehepartner glauben und vertrauen.

2. Wenn Sie unterschiedliche Auffassungen haben, sollten Sie offen darüber reden. Vermeiden Sie aber gegenseitige Vorhaltungen. Werfen Sie sich keine lieblosen Unterstellungen an den Kopf. Das macht das Gespräch viel schwieriger oder sogar unmöglich. Versuchen Sie stattdessen im ruhigen Ton miteinander zu reden. Dabei sollte keiner dem anderen ins Wort fallen. Denn jeder soll sagen können, was ihm wichtig ist. Das ist nicht immer einfach. Aber es sollte die Regel für solche Gespräche sein.

3. Machen Sie sich darüber Gedanken, wie Sie in Zukunft besser miteinander umgehen können. Kompromisse sind auch in einer Ehe meist unumgänglich, denn es kann nicht nur einer bestimmen, was in einer Ehe geschehen soll.

4. Bitten Sie Ihren Ehepartner um Vergebung, wenn Sie durch verletzende Worte oder durch ungutes Verhalten an ihm schuldig geworden sind. Gegenseitige Vergebung bedeutet aber auch, dass Sie die vergebene Schuld einander nie wieder vorhalten.

5. Beten Sie miteinander und füreinander, denn das gemeinsame Gebet fördert auch die Gemeinsamkeit. Wenn Sie für Ihren Ehepartner beten, wollen Sie für ihn eigentlich nur das Beste.

6. Danken Sie einander immer wieder, - auch für die kleinen Dinge. Machen Sie einander Mut und machen Sie sich gegenseitig Freude. - So wachsen Sie als Ehepartner zusammen und Sie verhindern, dass Ihre Ehe zerbricht. 


Kommentare

Von Holger am .

Eine sehr lebensnahe und praktische Auslegung! Die Ehe ist ein hochgefährdetes "Beziehungs-
gut"-auch unter Christen- und benötigt lebenslange Zuwendung der Partner. Gott sei Dank erlebe ich seit 39 Jahren in meiner Ehe immer wieder die gnädige Zuwendung Gottes und vor allem seine übergroße Liebe in Christus. Diese Gewißheit trägt mich und meine Frau durch gute und schwere Tage.


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