/ Wort zum Tag

Lukas 7,6

Bibelvers

Der Hauptmann sandte Freunde zu Jesus und ließ ihm sagen: Ach Herr, bemühe dich nicht; ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst.

Lukas 7,6

So etwas möchte ich auch einmal erleben, denken Sie vielleicht: Jemand setzt sich in einer ausweglosen Lage so für mich ein, dass mir geholfen wird.

Der Hauptmann, der Jesus damals begegnet ist, begeistert mich. Gelebte Wertschätzung. Ein klasse Chef.

Er setzt sich für seinen kranken Mitarbeiter ein. Die Angelegenheit muss ihm sehr am Herzen liegen. Vermutlich handelt es sich um einen Soldaten aus seiner Hundertschaft. Er überlegt: was tut ihm gut, wie können seine Wunden heilen und wie kann er wieder ganz gesund werden? – Und er hat die rettende Idee für ihn. Im Bibelwort heißt es: „Der Hauptmann sandte Freunde zu Jesus.“

Der Hauptmann weiß, wie Netzwerke funktionieren – und er weiß, was Macht ist. Er befiehlt und seine Befehle werden ausgeführt. Doch gerade an seinem Knecht spürt er auch, was Ohnmacht bedeutet. Selbst wenn er reich wäre, wenn er Kaiser in Rom wäre, so könnte er ihn dennoch nicht gesund machen.

In Jesus erkennt er nun den Befehlshaber überhaupt. Er erkennt in ihm den, der als Einziger noch helfen kann.

Damals wie heute halten viele Leute Jesus für einen guten Menschen, für ein Vorbild, für einen Visionär. Doch dieser Hauptmann erkennt: So wie er als Hauptmann Macht über seine Truppen hat, so hat Jesus Macht über alles.

Es ist auch bemerkenswert, mit welcher Demut dieser militärische Chef über Jesus redet: „Ach Herr, bemühe dich nicht; ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst.“ Jesus ist Jude. Juden besuchen Heiden nicht. Darum der Ausspruch: „Herr ich bin es nicht wert.“

Dem Hauptmann ist klar: Auch wenn das stimmt: Ach, ich sündiger Mensch und du heiliger Gott – wir passen eigentlich nicht zusammen. Doch weil du Herr und Gott bist, kannst du – Jesus – heilen, retten und helfen.

Was ist das für ein Glaube! Was ist das für ein Kontrast zu unserem Jammern in ausweglosen Situationen! Jesus hat nicht nur damals Menschen geholfen. Er hilft auch uns heute.

Wir können für uns und andere bitten und hoffen, dass er, der mächtige Gott, ins Leben eingreift, uns neu überrascht mit seinem Handeln. Es würde etwas ändern, wenn wir ehrlich sagen: „Ach Herr, dieses Problem liegt außerhalb meiner Macht. Es bedrückt mich. Meine Möglichkeiten zur Veränderung sind restlos ausgeschöpft.“

Überlegen Sie mit mir?

Welche Begrenzungen sind für uns besonders schmerzhaft? Wo und unter welchen Situationen leiden wir entsetzlich. Was ist zurzeit unsere größte Herausforderung?

Lernen wir, ehrlich mit Jesus über unsere Lage zu sprechen, wo er unsere Grenzen nicht aufgehoben hat.

Ändern wir unsere Gebete, indem wir es mit der Haltung des Hauptmannes sagen:

„Ach Herr, verdient habe ich es nicht, doch ich will es glauben, du kannst alles ändern!“

Wunder können wir damit nicht machen, jedoch vielleicht ein wenig den Raum für sie öffnen.

Jeder Weg aus einer ausweglosen Situation ist einzigartig und persönlich. Und nicht immer stehen uns hilfreiche und engagierte Menschen, wie damals der Hauptmann, zur Seite.

Doch seien wir sicher: Jesus, den größten Chef des Himmels und der Erde, den dürfen wir bemühen!

ER kommt uns schon entgegen und gibt uns behutsam die Idee für den nächsten Schritt! 

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