/ Wort zum Tag

Matthäus 10,32

Bibelvers

Jesus sprach: Wer mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater.

Matthäus 10,32

Martin ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und ein spannender Gesprächspartner. Über seine Erfolgsrezepte meint er: „Weißt du, ich bleibe einfach mich selbst. Ich rücke meine Stärken ins richtige Licht, ich verschweige meine Schwächen nicht völlig und gebe Gesprächen gelegentlich eine persönliche Färbung. Das macht mich authentisch!“

So einfach ist das also, dachte ich, und schlug im Fremdwörterduden das Wort 'authentisch' nach: „echt, zuverlässig, verbürgt“ steht da.

Zuverlässig sein, echt bleiben – wer will das nicht. Doch manchmal denke ich, dass heute Zuverlässigkeit und Echtheit nicht in ihrer ganzen Tragweite gefragt sind. Wer erfolgreich sein will, muss nur als zuverlässig wahrgenommen werden und als echt rüberkommen. Schein ist wichtiger als Sein.

Und wie ist es beim authentischen Christ-Sein? Funktioniert das ähnlich?

Mein Kollege Martin würde wohl sagen: sich gut verkaufen, das heiße noch lange nicht, sich selbst und den eigenen Glauben zu verleugnen.

Oder vielleicht doch?

Bei Jesus jedenfalls ging nicht alles wie durch Butter. Jesus lebte authentisch – und eckte an. Für viele war er ein Ärgernis. Er wurde angefeindet und am Ende gekreuzigt. Aber der römische Hauptmann meinte nach seinem Tod: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen.

Authentisch, echt, zuverlässig Christ sein, heißt mehr, als die eigenen Stärken als Gaben Gottes zu bezeichnen und die Schwächen nicht zu verschweigen.

Es bedeutet vor allem, sich ganz zu Christus zu bekennen. Selbst dann, wenn es unangenehm ist. Jesus Christus selbst zeigt, dass damit nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern auch Herzenshaltungen, Taten und Mitmenschlichkeit gemeint sind. Selbst wenn wir damit anecken oder deshalb ausgegrenzt werden.

Das führt Jesus seinen Jüngern in Matthäus 10 deutlich vor Augen. Dreimal ermutigt Jesus sie mit den Worten „fürchtet euch nicht“ dazu, ihn vor Menschen zu bekennen.

Erst durch das Bekennen wird der Glaube farbecht. Nur so werden wir zu zuverlässigen Mitarbeitern Gottes und zu Teilhabern an seinem Reich.

Was Jesus seinen Jüngern in Matthäus 10,32 sagt, gilt auch uns: „Jesus sprach: Wer mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater.“

Am Bekenntnis zu Christus führt kein Weg vorbei. Wer sich als Christ bezeichnet, muss sich jeden Abend fragen: habe ich heute Christus mit meinem Sein, Tun und Reden bekannt?

Jesus Christus selbst ist der Massstab für unser Bekennen. Er urteilt darüber.

Dass es auf dem Weg des Bekennens auch Augenblicke der Mutlosigkeit, des Verzagens, und der Unterlassung gibt ist offensichtlich. Jesus vor Menschen verleugnen, das ist das Gegenteil von bekennen. Da gibt es nichts schönzureden.

Das Beispiel von Simon Petrus zeigt, dass Christus uns auch im Verleugnen nicht fallen lässt. Trotz unseres Versagens  können wir wieder zu ihm zurück kommen. Und uns wie Petrus – authentischer als zuvor – zu ihm bekennen.

   

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