/ Wort zum Tag

Josua 5,14

Bibelvers

Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde nieder, betete an und sprach: Was sagt mein Herr seinem Knecht?

Josua 5,14

Vor der schwierigen Eroberung des Landes Kanaan befindet sich Josua in der Nähe der feindlichen Stadt Jericho. Wie ist diese gewaltige Festung mit den armseligen Mitteln eines Wüstenvolkes nur einzunehmen?

Plötzlich sieht er einen Mann mit gezücktem Schwert sich gegenüber stehen. Er geht auf ihn zu und fragt ihn: „Gehörst du zu uns oder zu unsern Feinden?“

Auf solch eine Frage erwarte ich eine klare Antwort: Entweder Freund oder Feind.

Der Fremde aber antwortet auf diese Frage: „Nein“. Nein, sondern ich bin der Fürst über das Heer des Herrn und bin jetzt gekommen. Nun folgt unsere Losung: "Da fiel Josua auf sein  Angesicht zur Erde nieder, betete an und sprach: Was sagt mein Herr seinem Knecht?"

Hier können wir viel von Josua lernen. Wie gerne spannen viele von uns Gott vor unseren Karren. Er soll für uns kämpfen und unsere Pläne heute tatkräftig unterstützen. Er soll sich uns möglichst auch verstehbar und verständlich machen, dass wir ihn begreifen können. Beides tut er nicht immer.

Schon die Dreieinigkeit Gottes können wir einfach nicht begreifen. Und auch sonst entzieht Gott sich oft unsrer Logik. Aber er offenbart sich uns, als der, der uns liebt und rettet, den wir anbeten können und sollen als Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Ähnliches gilt für die ungelösten Fragen, die uns bedrängen oder die scheinbar uneinnehmbaren Festungen, die vor uns liegen: Gott soll mir meinen Lebenspartner zeigen, möglichst bald. Gott soll meinen mich abweisenden Chef mir gewogen machen. Gott soll meiner Krankheit jetzt und hier Einhalt gebieten. Usw.  „Gott, du bist doch auf meiner Seite!“

Was tun wir, wenn Gott da „Nein“ sagt? Josua akzeptiert das nicht nur. Er fällt auf sein Angesicht zur Erde und betet an. Warum konnte er das? Weil er wusste und vertraute: wenn der Fürst über das Heer Gottes extra kommt, dann wird sich Gott selber um alle Probleme souverän kümmern. Und das ist das Allerbeste.

Gott ist nicht unser Kompagnon, der die Sachen mit uns zusammen meistert. Jesus Christus ist nicht unser Kumpel, mit dem man Pferde stehlen kann, wie man so sagt. Und der Heilige Geist ist nicht unser  Ideenempfänger, der ausführt, was wir uns ausdenken. Nein, Gott ist unser Schöpfer, unser Heiland, unser Herr. Er kommt zu seiner Zeit. Und er weiß am allerbesten, was zu uns passt, was uns gut tut, wie uns am meisten geholfen wird. Wenn er nur zu uns kommt, wenn er sich der Sache annimmt, die uns bedrängt, ist alles in den richtigen Händen.

So will ich von Josua lernen, meine Probleme Gottes Händen anzuvertrauen und loszulassen. Dann stellt sich tiefe Ruhe, Geborgenheit, ja Anbetung ein, schon bevor es eine Lösung gibt. Josua fiel auf sein Angesicht zur Erde und betete an.

Aber Josua geht noch einen Schritt weiter, indem er fragt: Was sagt mein Herr seinem Knecht? Aus seiner Anbetung erwächst der Gehorsam. Hatte er vorher an einer eigenen Strategie gefeilt, wie das Land wohl zu erobern sei, stellt er sich jetzt ganz unter Gottes Befehl. Auch da will ich mir Josua zum Vorbild nehmen.

Gott ist der Feldherr über alle Felder unseres Lebens. Was immer an diesem Tag vor uns liegt, Gott hat die Übersicht und den Plan, der zum Sieg und zum Segen führt. Ja, er hat uns in seinem Sohn Jesus Christus, den Herrn zur Seite gegeben, der uns unsere Fehlentscheidungen vergibt und uns durch sein Wort und seinen Heiligen Geist auf den Weg des Lebens bringt.

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