/ Wort zum Tag

Ps. 118,17

Bibelvers

Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werke verkündigen.

Ps. 118,17

Woher weiß der Psalmbeter das so genau, dass er nicht sterben wird?

Auf den ersten Blick stutze ich beim lesen dieses Satzes. Aber ist es das, was uns hier gesagt werden soll: der Tod ist noch weit weg, ich werde leben.

Ich lade Sie ein, den ganzen Psalm im Zusammenhang zu lesen. Dabei können sie den Grundgedanken entdecken: es lohnt sich, diesem Herrn uneingeschränkt zu vertrauen. Wenn die Angst nach mir greift, darf ich diesen Herrn um Hilfe anrufen. Wenn Menschen mir wehtun darf ich wissen, der Herr ist mit mir. Wenn Menschen mich enttäuschen, er verlässt mich nicht. Wenn die spitzen Worte des Nächsten mich so unvermutet treffen wie der Stich einer Biene und wenn ihre Worte wie Feuer in meinem Herzen brennen, ja dass sogar versucht wird, mir Fallen zu stellen, um mich stürzen zu lassen, dann gilt: der Herr ist ganz nahe, um mir zu helfen. Wie er das tut, wird uns nicht beschrieben, aber dass er es tut wird festgehalten. Selbst dann, wenn Gott in seinem Programm Maßnahmen zur Erziehung einleitet, lässt er mich nicht los und lässt mich nicht fallen.

Wenn ich den Beter dieses Psalms recht verstanden habe, dann drückt er in unserem Wort zum Tag eines aus: diesen Herrn, der sich so für mich einsetzt, will ich mit meinem Leben bezeugen. Von ihm will ich reden und mich zu ihm bekennen.

Der Apostel Paulus hat das in seinem Brief an die Philipper so formuliert: "Am Leben bleiben heißt für mich: für Christus da sein"! (Philipper 1,21 nach Viebahn) so möchte der Psalmbeter zum Ausdruck bringen: die Zeit, die Gott noch zur Verfügung stellt, soll dazu dienen, diesen Herrn allen bekannt zu machen.

Wozu wird uns dieser heutige Tag geschenkt? Natürlich um unsere Arbeit zu tun, die Gott uns aufgetragen hat als Mutter, Ehepartner, als Arbeiter, in verantwortlicher Leitungsposition oder auch im Ruhestand. Immer und überall soll unser Alltag davon geprägt sein: mein Herr, Jesus Christus, dem ich mein Leben anvertraut habe, soll Denken und Handeln bestimmen. Die Wohltaten, die ich erfahren habe in meinem Leben, seine Werke, sein Tun bis hinein in seine erlösende Tat am Kreuz von Golgatha, soll Lebenszeugnis sein.

Wer von dieser Seite sein Leben betrachtet, für den ist nicht entscheidend, wie lange er noch zu leben hat, sondern: solange ich nach Gottes Sicht diesen Auftrag erfüllen kann, wird er mein Leben erhalten. Er soll in allen Fällen das letzte Wort haben. Und, endet unser leben wirklich mit dem Tod? Ist es nicht vielmehr so, dass dann das "ewige Leben" beginnt in der nähe Gottes, in der Ewigkeit! Ja, dann wird dieses Wort erst recht erfüllt sein: ich werde leben in der ewigen Gemeinschaft mit Gott und meinem Heiland Jesus Christus. Welch eine großartige Perspektive für heute.

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