/ Wort zum Tag

Johannes 6,40

Bibelvers

Das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe.

Johannes 6,40

Der große König wagte ein Experiment. Schon lange hatten seine Untertanen den Kontakt zu ihm aufgekündigt. Sie lebten in seinem Reich, benutzten seine Felder, wohnten in seinen Häusern, aber sie kümmerten sich nicht um ihn. Manche sagten sogar, dass er gar nicht mehr lebe, man habe ihn schließlich schon lange nicht mehr gesehen. So genau wollte man es aber auch nicht wissen, deshalb machten sie einen großen Bogen um den Palast. So wussten sie gar nichts von seiner großen Liebe zu ihnen. 

Der König besprach sich mit seinem Sohn. „Der Kontakt ist ganz verloren gegangen. Sie kommen nicht mehr zu uns. Wir müssen zu ihnen. Am besten, Du gehst zu ihnen.“ „Aber wie soll es geschehen, Vater?“ fragte der Sohn. „Geh zu ihnen, rede mit ihnen, erzähle von mir. Lebe wie sie, dann werden sie nicht auf Abstand gehen. Erzähle ihnen, wie sehr ich sie vermisse. Nur eines ist mir wichtig, mein Sohn“. Der Sohn schaute den Vater fragend an: „Bleibe im Kontakt mit mir, auch wenn du unter meinem Volk lebst. Wenn du mich anrufst, bin ich immer für dich da.“ 

Der Sohn ging zu den Menschen. Er trug ihre Kleider, er lernte ihre Sprache, er lebte wie sie. Er lachte mit ihnen, er scherzte mit ihnen, er litt, wenn sie litten. In einem aber unterschied er sich von ihnen. Er lebte in ständigem Kontakt mit seinem Vater, dem König. Mehrmals am Tag rief er ihn an, sprach mit ihm, erzählte ihm, was er beobachtete, fragte, was er tun solle. 

Bald merkten die Menschen, dass er anders war. Äußerlich unterschied er sich nicht von ihnen, aber in seinem Verhalten war er anders. Er ging auf besondere Art mit den Menschen um. Wenn er zuhörte, dann hörte er wirklich zu. Wenn er zu Kranken ging, heilte er sie. Sogar Lahme sollen aufgestanden sein und getanzt haben. Wenn er sah, dass Ungerechtigkeit und Korruption sich ausbreitete, wurde er ungehalten, manchmal sogar richtig zornig. Er sammelte Menschen um sich und begann zu erzählen. Am liebsten erzählte er von seinem Vater, dem großen König, der auf die Menschen wartet. 

Manche lachten ihn aus, sagten: „Du hast doch keine Ahnung. Den gibt’s doch gar nicht.“ Doch dann schaute er sie ernst an und sagte: „Doch, den gibt’s. Ich kenne ihn doch. Ich rede  ständig mit ihm.“ Und wie  er das sagte, machte deutlich, dass er wusste, wovon er redete. 

Immer mehr fragten sich: „Wer ist er eigentlich? Wo kommt er her? Warum ist er hier? Wer hat ihn geschickt.“ Einige fingen an, ihm zu glauben. „Bist Du sein Bote?“ fragten sie. Und einer sagte: „Ich glaube, du bist sein Sohn.“ Da schaute er ihn freundlich aber ernst an und nickte. „Deine Augen wurden geöffnet. Du hast die Wahrheit erkannt.“ Es wurden immer mehr, die zu ihm hielten, die ihm vertrauten. Und dann sagte er eines Tages zu ihnen: „Mein Vater gibt euch ein anderes Leben.“  

Die Leute schauten den Sohn fragend an. „Was für ein Leben?“  „Ein neues Leben. Ein - ewiges Leben.“ „Hört es nie auf?“ fragten sie. „Mehr als das, es ist nicht nur ein Leben ohne zeitliche Grenze. Es ist ein Leben in anderer Qualität. Ihr dürft in  ständiger Verbindung mit Gott leben. Es ist ein Leben, das von Liebe und Frieden erfüllt ist.“ 

Sie wussten, dass sie vieles noch nicht verstanden. Aber als sie ihm zuhörten, begriffen sie auf einmal, dass für sie wirklich ein neues Leben begonnen hat

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