/ Wort zum Tag

2. Thessalonicher 3,3

Ich gratuliere meinem Freund zu seinem 80. Geburtstag und erinnere mich an unsere erste Begegnung. Wie schnell sind die Jahrzehnte vergangen. Ich empfinde die Zeit wie einen Strom, von dem ich mitgezogen werde und es gibt kein Aufhalten. Dabei änderte sich so vieles. Immer wieder gab es neue Programme für meinen PC, in die ich mich einarbeiten musste. Und immer wieder muss ich mir neue Begriffe und Formulierungen merken, damit ich meine Enkel verstehen und mich mit ihnen unterhalten kann. Ja, von der Technik und Globalisierung werden wir in Bewegung gehalten. Als Christen dürfen wir nicht im Schneckenhaus sitzen bleiben.

Aber viel dramatischer ist der Wechsel bei Werten und Normen. Kann ich mich noch verlassen auf den Rat des Finanzberaters und kann er sich verlassen auf das, was ihm angeboten wird? Gilt noch das Wort, das sich Eheleute vor dem Traualtar geben? Oder leben wir doch in einer ganz anderen Zeit, in der sich die Gesellschaftsordnungen geändert haben? Auf was kann man sich noch verlassen? Was trägt, was hält Stand im Wechsel der Zeiten?

Im zweiten Brief an die Thessalonicher schreibt der Apostel Paulus vom Abfall, der einmal kommen wird. In diesem Abfall – so Paulus - regt sich das Geheimnis der Bosheit. Und hinter ihm steckt der Widersacher, der Gottes Ordnungen zerstören will.

Bei der Auflösung von Werten und Normen ist nicht zuerst der Mensch Täter. Der Mensch ist vielmehr Opfer. Wir alle - ob reich oder arm, ob gebildet oder weniger gebildet – sind Kinder dieser Zeit. Wir werden Tag für Tag konfrontiert mit dem Geist dieser Zeit, der antichristliches Wesen in sich trägt und das Chaos, den Abfall von Gott zum Ziel hat.

Deshalb brauchen wir etwas Festes, Grund unter die Füße, einen Halt für das Leben. Den nennt Paulus im erwähnten Brief. "Der Herr ist treu, der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen."

Gottes Treue ist das feste Fundament. Alle Versicherungen, Zusagen und Verträge, die wir in diesem Leben abschließen können, sind brüchig. Sie können uns letztlich keine Geborgenheit geben. Sie können uns unsere Ängste und Sorgen nicht nehmen Aber auf Gottes Zusagen ist Verlass. Seine Gebote und Ordnungen sind für unser Leben richtungweisend und gut. Sie haben sich in unzähligen Biografien bewährt. Gott ist treu, trotz unserer Untreue.

Der Herr ist treu, im Vertrauen auf ihn kommt Kraft in unser Leben hinein. Wer mit Jesus Christus sein Leben gestaltet, wird charakterlich gefestigt. Er kann Verantwortung übernehmen und bekommt Autorität. Mit dieser Kraft lernen wir auch in schwierigen Situationen durchzuhalten und können dem verführerischen Zeitgeist widerstehen. So werden wir Vorbilder in der Familie und im Beruf.

Gott ist treu, er will bewahren vor dem Bösen. Noch leben wir in dieser Welt mit ihren Veränderungen und immer neuen Herausforderungen. In unserer sündlichen Anlage sind wir angefochten und werden vom Teufel umworben. Keiner von uns ist gefeit und stark genug ihm zu widerstehen. Deshalb sind wir eingeladen, uns dem Schutz und der Bewahrung unseres Herrn anzuvertrauen. Er kann uns bewahren. Mit der Treue unseres Herrn können Sie auch heute rechnen. Welch ein Trost!
 

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