/ Wort zum Tag

1. Petrus 1,3

Bibelvers

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

1. Petrus 1,3

Dass man um des Glaubens willen sein Leben in Gefahr bringt, in Afghanistan oder Pakistan in einer christlichen Hilfsorganisation mitarbeitet oder im Jemen in Geiselhaft gerät, das können sich viele Menschen in unserem Volk nicht vorstellen. Und doch haben von den Anfängen der christlichen Gemeinden bis heute unzählige Christen um ihres Glaubens willen nicht nur große Risiken auf sich genommen, sondern auch ihr Leben hingegeben.

Ein gläubiger Muslim wechselt z. B. zum christlichen Glauben. Er wird von seiner Familie verstoßen, wird in eine Psychiatrie zur Umerziehung eingeliefert, entmündigt und unter härtesten Bedingungen ins Gefängnis gesteckt. Und was schreibt er aus dem Gefängnis? „Natürlich bin ich im Gefängnis. Ich bin nicht traurig, weil ich nicht wie andere Gefangene wegen Vergehen hier sitze. Hier ergeben sich Möglichkeiten, dass ich den Mitgefangenen vom Wort Gottes her eine Ewigkeitsperspektive geben kann.“

Die christliche Kirche von heute gründet sich auf der unverbrüchlichen Treue jener Menschen, die ihrem Glauben auch unter schwersten Anfechtungen treu geblieben sind. Ist solches Verhalten nicht Unvernunft, Wahnsinn, Starrsinn? Oder woher nehmen die Märtyrer der christlichen Gemeinde die Kraft? In unserem Bibelwort erklärt uns Petrus, der später ja auch als Märtyrer starb, dieses Geheimnis.

Christen sind wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung. Sie tragen ein neues, ja ewiges Leben in sich. Nach den Worten Jesu ist es das eigentliche Leben, es ist ein Leben wie Gott es uns schenken will. In der Bibel wird gesagt: „Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben und wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“ Wer dieses Leben nicht hat, tut sich schwer, einen Christen in diesen letzten Herausforderungen zu verstehen.

Dieses Leben wird getragen von einer lebendigen Hoffnung. Sie gleicht nicht dem Strohhalm, den der Ertrinkende ergreifen will und der ihm doch keinen Halt gibt. Christliche Hoffnung ist kräftig, hält durch, weil sie nicht auf vergänglichen Stützen ruht. In Neuguinea schaute ein Heide dem Missionar zu, wie er einen Sarg für sein soeben verstorbenes Kind zimmerte. Dann sagte er aus seinem Urinstinkt heraus: „Ihr Christen seid merkwürdige Leute, ihr habt andere Herzen. Ihr könnt durch den Horizont hindurchschauen.“

Die biblische Hoffnung weitet den Blick. Sie lässt uns die Stolpersteine von heute in einem anderen Horizont sehen. Die biblische Hoffnung sagt uns, dass wir schon vor unserer Zeit von Gott gewollt und für die Ewigkeit bestimmt sind. Dabei bekommt die kurze Lebenszeit eine ganze neue Bedeutung. Nicht das Heute ist der Mittelpunkt meines Lebens. Das Heute ist eingebettet in den großen Zusammenhang der Ewigkeit.

Wer diese Sichtweise sich schenken lässt, der kann sein irdisches Leben Jesus Christus zur Verfügung stellen, auch dann, wenn es mit Verzicht, mit Risiken verbunden ist oder gar Tod bedeutet. Petrus war über das Geschenk dieses neuen Lebens mit dieser lebendigen Hoffnung so überwältigt, dass er darüber seinen Gott anbetet. „Gelobt sei Gott.“ Dieses Leben gibt Gott auch heute jedem, der im Glauben zu Jesus Christus kommt.
 

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