/ Wort zum Tag

Jeremia 31,20

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein liebes Kind? Denn sooft ich ihm auch drohe, muss ich doch seiner gedenken; darum bricht mir mein Herz, dass ich mich seiner erbarmen muss, spricht der HERR.

Jeremia 31,20

Die unglaublichsten Liebesgeschichten haben nicht Menschen geschrieben, sondern der heilige und lebendige Gott. Sie stehen in der Bibel. Auch Jeremia, der Prophet, erzählt sie uns. Wie furchtbar war das, als sich das Nordreich Israels von Gott losgerissen und Götzenbilder angebetet hat. Furchtbar brach das Gericht Gottes über das Land herein. Aber Gott hat auch im Blick auf das gottlose, abgefallene Volk seine Hand nur eine Zeitlang abgezogen. Keiner von uns würde so handeln. Unsere Liebe ist in der Regel sehr begrenzt, selbstsüchtig, verletzlich, ohne langen Atem. Wie anders handelt Gott an seinen Leuten. In der babylonischen Gefangenschaft kamen die Nachkommen des Stammvaters Ephraim zur Besinnung, kehrten um und taten Buße. Sie schrien zu Gott: Führe uns doch wieder heim zu dir! Es ist ein denkwürdiger Augenblick. Verlorene Söhne und Töchter aus dem Haus Israel machen sich auf und suchen den lebendigen Gott.
 
Ist das möglich, dass Gottes Gnade nicht aufhört? Dass er in einer unbegreiflichen Liebe und Güte denen nachgeht, die mit ihm gebrochen haben? Ja, dass alle Schuld und Untreue völlig ausgelöscht und vergeben wird? Genau das sagt Gottes Wort. Und Jeremia bestätigt dies im Namen Gottes ausdrücklich: „Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein liebes Kind? Denn sooft ich ihm auch drohe, muss ich doch seiner gedenken; darum bricht mir mein Herz, dass ich mich seiner erbarmen muss, spricht der HERR.“

Ich möchte einen wichtigen Tipp geben: Viele wollen heute mit ihrem Denken Gott begreifen. Oder mit den Augen und Ohren empfinden. Andere in ihren Gefühlen erleben. Das geht nicht, weil Gottes Erbarmen völlig anders ist als unser Denken und Begreifen. Auch ganz anders als unsere Gefühle. Gott aber offenbart sich uns durch sein Wort. Durch das Hören des Wortes Gottes aber und durch den Glauben können wir Gottes Güte erkennen. Diese wirklich unglaubliche Barmherzigkeit Gottes wird uns in der Bibel verkündigt. Und wir dürfen seine Barmherzigkeit dann voll Glauben fassen und annehmen.

Höre! Wie groß und unbegreiflich ist das Erbarmen Gottes! Welch eine unglaubliche Liebe und grenzenlose Güte Gottes ist das! Das gibt es doch sonst nirgends in der Welt. Gott bricht das Herz. Es jammert ihn. Er will sich über seine verlorenen, schuldig gewordenen Kinder erbarmen. Er will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehre und gerettet wird. Wer kann das Herz Gottes verstehen und begreifen! Sie können es nur staunend anbeten und danken, wie Jesus dieses grenzenlose Erbarmen bis hin zum Opfertod am Kreuz getrieben hat. Dort ist es für ewig festgemacht, wie sich der himmlische Vater über uns erbarmt.
 


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