/ Wort zum Tag

2. Mose 13,21

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten.

2. Mose 13,21

Ein Bekannter hat mich in seinem Auto mitgenommen. Wir haben dasselbe Ziel. Es liegt in einer Großstadt, in der wir beide noch nie gewesen sind und uns nicht auskennen. Unser Ziel ist klar, aber wie werden wir dorthin kommen? - Zum Glück hat mein Bekannter ein Navigationsgerät in seinem Auto. Er gibt das Ziel ein. Und dann werden wir durch das Navigationsgerät zielsicher geführt. Wir müssen nicht mehr im Stadtplan nachschauen. Und wir brauchen auch niemanden in der Stadt nach dem Weg zu fragen. Wir erreichen das gewünschte Ziel ohne Probleme.
 
Wie schön, wenn wir solch ein Navigationsgerät auch für unsere Lebensreise hätten. Einfach nur das Ziel eingeben und dann den Anweisungen des Navigationsgerätes folgen. Was uns im Bibelwort für heute gesagt wird, das erinnert mich irgendwie an ein „Navigationsgerät“. Da geht es um eine Begebenheit aus der Geschichte des Volkes Israel. Mose hatte die Israeliten aus der Gefangenschaft und Sklaverei in Ägypten herausgeführt. Gott hatte Mose versprochen, dass er das Volk in ein Land führen wird, in dem Milch und Honig fließt. Ein Bild und Hinweis auf ein Land, in dem sie gut leben konnten und nicht mehr unterdrückt wurden. Der Weg in das von Gott versprochene Land war weit und auch beschwerlich. Es ging lange Zeit durch die Wüste. Wie aber sollten sie das Ziel erreichen? Keiner von ihnen war jemals dort gewesen.

Nun berichtet uns das Bibelwort für heute, wie das Volk Israel zielsicher geführt wurde: „Der Herr zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten.“ Gott bleibt für sie einerseits verborgen und offenbart sich doch andererseits gleichzeitig in diesen Zeichen. Die Wolken- und Feuersäule sind sichtbare Zeichen der Gegenwart Gottes. So hat er sein Volk geführt und geleitet, bis es schließlich das Ziel erreicht hat. Mein erster Gedanke: dem Volk Israel damals ging es gut. Es hatte etwas, woran es sich halten und orientieren konnte. Und meine Frage: wo ist die Wolken- und Feuersäule heute, die mir hilft auf meinem Weg durch das Leben, damit ich auch am Ziel ankomme? Ich habe bisher in meinem Leben und Christsein noch keine Wolken- und Feuersäule als Wegweiser gehabt. Und das Leben liegt vor mir wie ein Weg in ein unbekanntes Land. Wie komme ich weiter?

Der Psalmbeter gibt den Hinweis: „Dein Wort ist wie ein Licht in der Nacht, das meinen Weg erleuchtet“ (Psalm 119,105/Hoffnung für alle). Dem kann ich aus eigenem Erleben zustimmen. Die Bibel ist für mich ein Wegweiser zum Glauben an Jesus Christus, zum Glauben an den lebendigen Gott geworden. Durch die Bibel weiß ich um ein Ziel für mein Leben. Ich habe die Hoffnung und feste Gewissheit, dass das Leben nicht nur die unterschiedlich lange Spanne zwischen Geburt und Tod ist. Leben, das Gott schenkt, ist mehr. Es reicht hinein, erfüllt und vollendet sich in der Ewigkeit Gottes. Die Orientierung und Wegweisung durch die Wolken- und Feuersäule damals war das eine. Aber damit war das Volk Israel ja noch nicht am Ziel. Das andere war: den Weg musste es noch gehen – und der war nicht immer leicht. Heute ist es nicht anders. Durch das biblische Wort geschieht Wegweisung, aber den Weg muss ich im Vertrauen auf Jesus Christus, im Vertrauen auf den lebendigen Gott noch gehen. Übrigens: Wegweisung und Orientierung habe ich nicht nur allein durch das biblische Wort erfahren, sondern oft auch durch den guten Rat anderer Christen und Seelsorger. Ja, manchmal sogar durch „verschlossene Türen“, durch die ich gerne gehen wollte. Es ging nicht weiter und ich musste fragen und suchen: wo sind denn nun die „Türen“, die Gott für mich „geöffnet“ hat? Heute haben wir das Versprechen, das Jesus Christus seinen Jüngern gegeben hat: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.“
 


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