/ Wort zum Tag

Psalm 68,21

Bibelvers

Wir haben einen Gott, der da hilft, und den HERRN, der vom Tode errettet.

Psalm 68,21

Sie hatten noch ein bisschen Zeit und er stand in ihrem Wohnzimmer herum. „Bevor dir langweilig wird, kannst du dich ruhig ein bisschen bei meinen Büchern umsehen“, lud sie ihn ein. Beim Stöbern geriet er an ihr Gesangbuch. „Meine Beerdigung“ stand da als Überschrift auf der Innenseite des hinteren Buchdeckels.
Und dann drunter: Lieder, Bibeltexte,  Dekovorschläge und so weiter. Als sie wieder ins Zimmer zurück kam, sprach er sie an: „Was ist das denn, „Meine Beerdigung“, – hallo, du bist Mitte Zwanzig und du planst deine Beerdigung – Bist du lebensmüde? Irgendwie?“ „Überhaupt nicht“, kam ihre Antwort. „Aber was ich planen kann, das plane ich gerne. Es gibt so vieles, was ich nicht weiß und auch nicht planen kann. Ob ich alt werde oder nicht, weiß ich nicht. Wie gesund ich durchs Leben gehe – keine Ahnung. Ob mit großer oder kleiner Familie, erfolgreich oder erfolglos. Mit Eigenheim oder in Miete – vieles weiß ich nicht. Aber eins weiß ich: Dass ich sterbe. Und noch eins weiß ich - jedenfalls, seit ich Christin wurde: dass ich dann immer bei Jesus bin. Da freu' ich mich drauf. Da will ich nichts dem Zufall überlassen. Was ich planen kann, das plane ich. Meine Beerdigung – egal wann sie kommt, soll nicht nur eine Trauerfeier sein. Meine Beerdigung soll eine Einladung zu Jesus sein für alle, die dabei sind. Deshalb habe ich sie schon geplant.“

Ganz schön mutig, diese Frau, dachte er.

Haben Sie auch Ihre Beerdigung bereits geplant? Nun, das ist vielleicht Geschmacksache. Aber viel wichtiger ist die Tatsache, die König und Psalmdichter David bekennt in Psalm 68: „Wir haben einen Gott, der da hilft und den Herrn, der vor dem Tode errettet.“ „Wir haben“, sagt David. Nicht nur: Wir wünschen uns. Wir haben. David ist Herr. Über ihm steht keiner mehr in Israel. Aber auch ein König braucht noch einen, der größer ist. Ein guter Herr sein kann David nur, solange er weiß: Ich habe selber einen Herrn.

Nun denkt David nicht in erster Linie an Rettung aus dem Tod, sondern an Rettung, wenn Gefahren drohen, Konflikte da sind und er unter Ungerechtigkeiten leidet. Oft hat er Gottes Hilfe erlebt und wie er in ausweglosen Lagen gerettet wurde. Das macht ihn entspannt, wenn Spannungen da sind. Das macht ihn weniger verspannt in den Konflikten, die ihn als König täglich begleiten. Das macht gespannt auf alles, was er noch erleben wird. Wenn der Herr heute schon das Leben will und heute schon Herr über alle anderen Mächte ist, wie wird das erst sein am Ende meines Lebens, wenn alle eigene Macht zu Ende ist. Dann wird dieser Herr erst recht seine Macht erweisen. Für mich als Christ ist dieser Herr, von dem David redet, Jesus.
Weil Jesus an Ostern auferstanden ist, müssen wir auch unseren Tod nicht verdrängen. Weil der auferstandene Herr die Verantwortung trägt, können wir gespannt und entspannt gleichzeitig diesen Tag beschreiten. Wir haben einen Gott, der hilft.
 

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