/ Wort zum Tag

4. Mose 14,20

Bibelvers

Der HERR sprach: Ich habe vergeben, wie du es erbeten hast.

4. Mose 14,20

Nur Vergebung durch Gott ermöglicht Zukunft. Dazu gehört eine Geschichte aus dem 4. Buch Mose. Diese Geschichte hält uns heute auch eine Art Spiegel vor. Die jahrelange Wüstenexpedition des Volkes Israel ging dem Ende entgegen. Am anderen Ufer des Flusses Jordan liegt das von Gott versprochene Land. Im Auftrag Gottes schickte der Anführer Josua zwölf Kundschafter in das Land. Nach 40 Tagen kehrten diese zurück und berichteten: „Das Land ist toll! Es ist ein Land, in dem Milch und Honig fließen.“ Und das nicht, weil unzufriedene Bauern ihre Erzeugnisse auf die Äcker gießen. Sondern weil Gott großzügig ist. Zum Beweis können die Männer auch ausgesprochen große Früchte, welche sie dort geerntet haben, präsentieren. Damit ist die weitere Zukunft gesichert.

Allerdings: Es kommt das große Aber. Denn auf einmal blühte bei einigen Kundschaftern die Phantasie der Probleme. Die Ureinwohner des erkundeten Landes sind auf einmal Riesen und die Israeliten dem gegenüber klein wie Heuschrecken. „Das schaffen wir nicht!“, riefen die Männer. Ganz schnell kippte nun die Stimmung. Die Befürchtungen werden in den Mittelpunkt gerückt. Zugleich geraten die Zusagen und die Treue Gottes in Vergessenheit. Die Israeliten möchten zurück in die alten Verhältnisse, obwohl es keinen Weg zurück mehr gibt. Es kommt zum Aufstand der Sünde: Gott wird abgewählt. Neue Anführer sollen es richten, obwohl keiner weiß, wie. Doch Gott sagt nein: So werdet ihr das neue Land nicht erleben.

Und wo stehen wir jetzt angesichts dieser Geschichte? Das Jahr 2010 ist noch jung und liegt wie ein weites Land vor uns. Der Weg zurück zum Februar 2009 ist längst versperrt. Es gilt für jeden neuen Zeitabschnitt, vor dem wir stehen - ob ein Tag, eine Woche oder ein Kalenderjahr: Dieser vor uns liegende Zeitabschnitt ist wie ein neues Land, das vor uns liegt, das Gott uns eröffnet. Damit sind verbunden neue Aufgaben, Begegnungen und auch Herausforderungen, die vor uns liegen. Dazu gehört auch das, was Sie heute tun und lassen werden. Mit welcher Perspektive werden Sie diesen Tag durchleben? Ist es diese: „Bei Gott ist kein Ding unmöglich“ oder: „Wie soll ich das noch schaffen ...?“ Worauf vertrauen Sie: Auf Ihre Befürchtungen? Auf Ihre guten Planungen? Denn auch bei uns melden sich schnell die Bedenkenträger zu Wort. Doch die haben nur die Angst als schlechte Ratgeber. Und diese Ratgeber füllen den Tag mit den Befürchtungen und negativen Vermutungen. Und wenn Sie denen zu viel Glauben schenken, schieben die sich als Schuld zwischen Sie und Gott. So kann es aber keine Zukunft geben.

Aber unsere Geschichte erzählt auch den Ausweg. Mose setzte sich vor Gott für die Menschen ein. Er nimmt Gott ernst mit seinem Zorn und Erbarmen. Und zugleich sieht er die Menschen in ihrem Geflecht von Perspektivlosigkeit und Ungehorsam. Sie waren nicht mehr in der Lage, selbst um Vergebung und Hilfe zu bitten. Mose findet an deren Stelle die Worte, um die Vergebung Gottes zu erbitten. Und die Antwort Gottes kommt: „Der Herr sprach: Ich habe vergeben, wie du es erbeten hast.“
Und diese Antwort hilft heute weiter in Lebenssituationen, in die Sie durch Ihre eigene Schuld oder durch die anderer Menschen hinein geraten sind. Der Zuspruch der Vergebung geschieht im Gottesdienst oder durch Christen, die für Sie beten. Stellvertretend, so wie Mose für das sprachlose Volk. Und Gott erhört und eröffnet Zukunft.
 

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