/ Wort zum Tag

1. Chronik 29,14

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Was bin ich? Was ist mein Volk, dass wir freiwillig so viel zu geben vermochten? Von dir ist alles gekommen, und von deiner Hand haben wir dir's gegeben.

1. Chronik 29,14

Worte eines Königs. Worte des Staunens. Worte mit einer Vorgeschichte. David, einer der ruhmreichsten Könige Israels, und seine Stammesfürsten verfolgen ein stolzes Projekt. Ein zentrales Heiligtum soll entstehen. Gott selbst hat Interesse daran. Und wie soll es finanziert werden? David lässt sich von den Plänen Gottes motivieren. Ein erster Schritt. Er spendet Edelsteine in unvorstellbarer Fülle. Er greift tief in die Tasche. Legt Gold und Silber hinzu. Auch wertvolles Holz. Selbstüberheblichkeit liegt David fern. Er fragt: Wer bin ich? Und es klingt durch die Zeilen, dass er darüber staunt, sich am Bau des Hauses Gottes beteiligen zu dürfen. Sein Tun bleibt nicht geheim. Im Gegenteil. Die Obersten des Volkes lassen sich postwendend anstecken. Ein zweiter Schritt. - Was motiviert sie? Nur das Vorbild Davids? Extra wird vermerkt: „Sie gaben's freiwillig und von ganzem Herzen dem Herrn.“ – Nun wird Gottes Haus, ein Tempel, entstehen. Aus Wunsch kann Wirklichkeit werden.

Davids Dankeslied bringt die Sache auf den Punkt. „Von dir – Gott - ist alles gekommen.“ Mit diesem kurzen Wort der Losung vermittelt uns David mindestens drei Erkenntnisse. David beschreibt, welche Würde, Ehre und Verantwortung uns zukommt: Wir sind Empfänger von Gottes guten Gaben. Wir sind Verwalter dieser Gaben Gottes. Und wir sind Geber und darin Gott für seine Großzügigkeit dankbar.

Die erste Erkenntnis: Wir sind Empfänger. Ob wir unsere Fähigkeiten betrachten, unsere Kreativität, unsere finanziellen Möglichkeiten, unseren Lebensstandard - jedes Mal gilt: Die Hände Gottes füllen unsere Hände. Er vertraut uns ausnahmslos alle Gestaltungsmöglichkeiten unseres Lebens an. Er gibt uns, was wir benötigen und oft weit darüber hinaus. „Von dir – Gott - ist alles gekommen.“ Wir sind Empfänger der guten Gaben Gottes.

Die zweite Erkenntnis: Wir sind Verwalter. Wir dürfen alle Gaben und Begabungen unseres Lebens zunächst für uns selbst nutzen und genießen. Das tägliche Brot mag als Beispiel gelten. Was wir erhalten, dient uns selbst – als Lebensnotwendigkeit und gelegentlich auch als willkommener Luxus. Trotz allem menschlichen Fleiß bleibt unbestritten, dass ein Landwirt nur an den Früchten des Ackers Anteil haben kann, die ihm Jahr für Jahr durch den gesunden Rhythmus von Saat und Ernte von Gott zugemessen werden. „Von dir – Gott - ist alles gekommen.“ Wir sind Empfänger und Verwalter der guten Gaben Gottes.

Die dritte Erkenntnis: Wir sind Geber. David betont eindrücklich: „Von deiner Hand haben wir’s gegeben.“ Gott beschreitet einen risikoreichen Weg. Er legt in menschliche Hände, was er selbst braucht. Damit traut er uns zu, dass wir längst nicht nur an uns selbst denken. Hier geht es einmal nicht um „Brot für die Welt“ oder Geld für erblindete Kinder. Beides ist lebenswichtig. - Bei David dreht sich alles um diese eine, ganz bestimmte Immobilie. Das Haus Gottes. Den Tempel von Jerusalem. – Und bis heute ist es so geblieben: Wird ein Gemeindehaus gebaut, geht es nicht - ohne die zahlreichen Geber. „Von Gottes Hand haben wir’s gegeben.“ – Damals hatten’s die Großen und die Kleinen, die Armen und die Reichen, die in den Dörfern und in den Städten begriffen: Die göttlichen Bedürfnisse haben Vorrang vor den menschlichen Ansprüchen. Gottes Sache muss zu unserer werden. Wer abgibt, wird nicht ärmer. Und wer geizt, nicht wirklich reicher. Geben ist jetzt glücklicher als Nehmen. Wenn der Herr unser guter Hirte ist, wird es uns an nichts mangeln. Darum gaben sie „freiwillig und von ganzem Herzen dem Herrn“.

So hat Gott uns gewollt: Als Empfänger, Verwalter und Geber seiner Gaben. Darin liegt unsere Chance und Verantwortung vor Gott, von dem uns alles zukommt, was unser Leben reich macht.
 


Kommentare

Von Jutta am .

Das ist ein sehr aufbauender Predigtext, der uns aufzeigt, dass wir zwar in Freiheit, aber auch in Verantwortung zu Gott leben!

Von Steffi Lieske am .

Super, diese Worte werde ich mir aus ducken und öfters lesen!
Vielen dank


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