/ Wort zum Tag

Apostelgeschichte 19,26

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Viele haben für sich das zweite Gebot einfach aus dem Dekalog, also den Zehn Geboten, herausgestrichen. Das lautet nach 2. Mose 20 frei wiedergegeben: „Du sollst dir von Gott kein Bild machen!“ Damit sind für optische und gedankliche „Götzenbilder“ Tür und Tor geöffnet. Das geht dann bis hin zu den „Fantasiebildern“ in unseren Köpfen, die wir uns von Gott ausmalen. Dieses heikle Thema ist aber ein Problem der Menschheitsgeschichte schlechthin. Die Heidenwelt arbeitet ständig mit Farbe‚ Pinsel und Meißel an Göttern und Götzen. Oder man goss sie mit Silber in Formen wie in unserem Bibelwort bei der Diana von Ephesus. Und der Innungsmeister dieser Handwerkskunst, Demetrius, macht ja keinen Hehl daraus, dass man dabei eine Menge Geld verdienen kann. Nun kommt Paulus mit dem Evangelium in diese Stadt, in der eines der sieben Weltwunder, nämlich der Dianatempel stand, und vermasselt ihnen das Geschäft. Kein Wunder, dass die ganze Stadt in Aufruhr gerät.

Aber bleiben wir bei uns. Bei unseren „Bildern“ von Gott, wie wir ihn uns vorstellen. Da muss ja nicht etwas daraus resultieren, das wir uns auf den Schreibtisch stellen oder an die Wand hängen. Die Fantasie genügt, dass wir uns vorstellen, dass Gott so und so zu sein hat oder handeln muss. Da genügt oft die oberflächliche Rede von dem „lieben Gott“, der ja immer lieb zu sein hat. Und wenn ich dann gesagt bekomme, dass ich Krebs habe oder in eine finanzielle Krise gerate, dann passt mein Fantasiegebilde von dem „lieben Gott“ plötzlich nicht mehr.

Aber, so werde ich immer wieder gefragt, ich kann doch nicht einfach so abstrakt in den Nebel hinein „glauben“. Ich brauche doch klare Vorstellungen von Gott. Ja! Aber der umgekehrte Weg ist der richtige. Nämlich, Gott hat uns sein Bild von sich gegeben, das wir anschauen und in uns aufnehmen sollen.
Im Kolosserbrief‚ Kapitel 1,15, heißt es von Jesus Christus, dass er das Ebenbild des unsichtbaren Gottes ist. Das Wort „eikon“ steht da. Ikone wird davon abgeleitet. Jesus ist geradezu das Porträt Gottes. „Wer mich sieht, sieht den Vater“, sagt Jesus (Joh. 14,9). Wenn Sie mit Ihrem „Gottesbild“ von dem „lieben Gott“ nicht mehr zurecht kommen, weil Sie augenblicklich durch tiefe Tiefen hindurch müssen, in denen Sie vermeintlich nichts von dieser Liebe Gottes sehen können, dann schauen Sie auf Jesus Christus. Wie er gelebt und gelitten und dennoch Gott vertraut hat. Dann sehen Sie sein Bild – und wie Liebe und Leid am Kreuz Jesu zusammen finden. Bitten Sie Jesus Christus um seine Kraft durchzuhalten. Dann werden Sie erfahren, wie es David im 23. Psalm betet: „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir!“
 


Kommentare

Von Oliver Schramm am .

das Bild des Tieres ist das falsche Gottesbild, deswegen musste Jesus sterben weil Er den wahren Gott offenbart


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