/ Wort zum Tag

Epheser 2,5.6

Bibelvers

Gott hat auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht; und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus.

Epheser 2,5.6

Drei Wahrheiten über unser Leben, Ihr Leben und mein Leben, stecken in diesen zwei Versen. Drei Wahrheiten, die die frohe Botschaft von Jesus Christus zusammenfassen. Die ersten beiden Wahrheiten sind unangenehm, für viele Menschen heute und schon zu Paulus' Zeiten unakzeptabel. Sie möchten das Evangelium auf die dritte Wahrheit reduzieren. Aber nur zusammen ergeben sie die frohe Botschaft.

Die erste Wahrheit ist, dass Sie und ich, wie alle Menschen, von Natur aus tot sind. Nicht physisch tot, auch die Epheser waren physisch quicklebendig in ihren Sünden, sondern geistlich tot. Geistlich tot heißt, ganz und gar unfähig zu jeder Art von Beziehung zu dem lebendigen Gott, völlig unfähig, Gott wahrzunehmen, mit ihm zu reden, geschweige denn an ihn zu glauben. Wer geistlich tot ist, will mit Gott nichts zu tun haben, er ist blind für Gottes Handeln, krank in seiner Seele, verloren in seinen Verstrickungen. Seit Adams Sündenfall liegt es in der Natur des Menschen, gegen Gottes Gebote zu leben – darum sagt Paulus in Vers 1 desselben Kapitels: „Ihr wart tot in den Übertretungen“ – und seitdem liegt es in seiner Natur, gemessen an Gottes Maßstäben, Sinn und Ziel seines Lebens kläglich zu verfehlen – er ist durch und durch ein Sünder. Wer in seinen Sünden tot ist, hat in Gottes Gericht nichts vorzuweisen, um einen Freispruch zum ewigen Leben mit ihm zu verdienen. Diese Wahrheit ist unangenehm, denn die meisten Menschen denken von sich selbst lieber in positiven Ausdrücken. „Ich bin doch kein schlechter Mensch, jedenfalls nicht so schlecht wie manche anderen“, sagen sie. Mag sein. Aber Gott beurteilt unser Leben nicht nach unseren Maßstäben sondern nach seinen.
Zugleich ist diese Wahrheit aber auch großartig. Denn sie beschreibt die eine Dimension, in der alle Menschen von Natur aus gleich sind, unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe, Intelligenz, Vermögen und allem, was sie im Leben erreicht haben. Bürgermeister, Arzt, Handwerker und Landstreicher: Sie stehen alle mit leeren Händen vor Gott und können nur auf eines hoffen: seine Gnade. Auf dieser Basis, dass wir alle gleichermaßen tot waren, können Christen trotz aller Unterschiede und Unterschiedlichkeiten einander als Geschwister annehmen.

Die zweite Wahrheit ist, dass Gott uns lebendig gemacht hat. Mit „uns“ meint Paulus hier alle Menschen, die glauben, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist, der für unsere Sünden gestorben ist und den Gott vom Tod auferweckt hat. Gott hat uns geistlich zum Leben erweckt, d. h. fähig gemacht zu einer liebevollen Beziehung zu ihm. Unsere Beziehung zu Gott geht nicht von uns aus, sondern von ihm. Die Fähigkeit zum Glauben ist Gottes Geschenk an uns. Tote nehmen keine Pillen, die sie wieder lebendig machen. Aus eigener Kraft kommen wir nicht zum Leben mit Gott. Auch diese Wahrheit ist unangenehm, denn es wäre uns viel lieber, wir könnten uns den Glauben an Jesus Christus als Verdienst anrechnen. Gottes Liebe ist Grund genug, dass ich trotz meiner Sünde und Übertretungen in Gemeinschaft mit ihm leben kann. „Aus Gnade seid ihr gerettet!“, sagt Paulus. Nicht, weil wir es verdient hätten, sondern einzig und allein, weil Gott es so wollte. Das gibt mir Sicherheit, dass es auch wirklich wahr ist.

Die dritte Wahrheit ist, dass Gott uns in Christus im Himmel eingesetzt hat. Das heißt: unser Platz in der Herrlichkeit seiner Gegenwart ist uns völlig sicher, wenn wir an ihn glauben. Auch wenn ich hier schwach bin und mein Glaube manchmal ins Wanken gerät und ich Fehler mache, nichts und niemand kann mir mehr den Platz bei Jesus im Himmel nehmen. Diese Wahrheit ist einfach nur großartig, denn sie versichert mir, dass ich zu Christus gehöre, komme, was wolle, durch alle Probleme, Anfechtungen und durch meinen Tod hindurch.
Wie großartig diese Wahrheit ist, können wir erst ermessen, wenn wir uns daran erinnern, dass Gott sich für uns entschieden hat, als wir noch nichts von ihm wissen wollten. Wenn wir das vergessen, werden wir stolz und unempfänglich für Gottes Liebe.
 

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