/ Wort zum Tag

Psalm 142,6

Bibelvers

HERR, du bist meine Zuversicht, mein Teil im Lande der Lebendigen.

Psalm 142,6

In einer Höhle am Toten Meer nach einer anstrengenden Flucht durch die Wüste ist vermutlich dieser Hilfeschrei von David entstanden. Die Hintergrundgeschichte finden wir im 1. Buch Samuel, Kapitel 24. David wurde zwar zum König gesalbt, doch Saul, der bisherige Machthaber, wollte seinen Thron nicht räumen. Er wurde Davids Erzfeind und bedrohte ihn mit dem Tod. David entwischt in die Wüste, Saul verfolgt ihn mit seinen besten Kriegern. David und seine Männer finden ein gutes Versteck tief in einer Höhle.

Eines Tages sehen sie, dass Saul mit seinen Soldaten vorne in der Höhle pausiert. Vermutlich gingen ihm viele Gedanken durch den Kopf: Was mache ich jetzt, ich bin in der Falle? Doch dann passiert etwas Undenkbares, Überraschendes! Das Blatt wendet sich. Saul und seine Leute gehen nicht ins Innere der Höhle, sondern sie bleiben am Höhleneingang. Davids Gebet ändert sich, er unterbricht das Klagen und Jammern. „HERR, du bist meine Zuversicht, mein Teil im Lande der Lebendigen.” Zu guter Letzt hatte die Geschichte auch ein Happy-End. David schneidet ein Stück von Sauls Mantel ab. Er verzichtet auf Rache.

Höhlenerlebnisse. Tiefe Erfahrungen, die wir auch in unserem Leben kennen. Es wird eng, wir haben keinen Plan B für einen Ausweg. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich. Sie sind gerade in einer Situation, die Sie verzweifeln lässt. Sie haben andauernd heftige Auseinandersetzungen in Ihrer Ehe, in Ihrer Familie oder im Beruf. Vieles haben Sie schon in Gedanken durchgespielt. Mag sein, dass Sie momentan keine Kraft mehr haben, zu kämpfen. Dass Sie das Gefühl beherrscht, alles und jeder hat sich gegen Sie verschworen. Doch wie geht man mit solchen Situationen um? Natürlich ist es einfacher, sich gehen zu lassen, aufzugeben, zu resignieren. Doch ist das der richtige Weg? Eines sollten Sie wissen: Es gibt jemanden, der Sie in Ihrer ausweglosen Lage sieht! Es gibt einen, zu dem wir alle schreien dürfen. Gott ist immer noch Gott. Wir können es mit den gleichen Worten sagen wie David: „Herr, du bist meine Zuversicht, mit dir habe ich alles, was ich im Leben brauche!”

Manchmal kommt dann Gottes Hilfe ganz anders als erwartet. Vielleicht ein Mensch, der unerwartet, jedoch genau zum richtigen Zeitpunkt erscheint: „Dich hat der Himmel geschickt’, sagen wir. Vielleicht ein Wort, das trifft und betrifft. Vielleicht Entwarnung nach einer Untersuchung: es ist alles in Ordnung.

Eine neue Freiheit, neue Möglichkeiten tun sich auf. Neuer Anteil am Leben. Wir sagen manchmal: Von da an war meine Höhle aufgesprengt! Ja, man muss die Zeichen wahrnehmen. Ich wünsche uns, dass wir die kleinen Wegweiser Gottes heute nicht übersehen. Wir dürfen wie damals David wissen, dass Gott an unserer Seite steht. Mehr noch – heute gilt: Gott will uns durch Jesus hinüberretten in seine Welt, in seine Ewigkeit. Er bietet uns Vergebung unser Schuld an und ein Leben mit ihm für immer. Nehmen wir es ganz persönlich und überlegen Sie mit mir zwei Fragen:
1. Was habe ich in meinem Leben durch Zeiten, die ich als Höhle erlebt habe, gelernt?
2. Womit hat Gott mich am meisten überrascht?
Ich lade Sie ein, mit mir zu beten: „Herr schenke mir die tiefe Gewissheit, dass du mein Leben im Blick hast und mich neu überraschen willst. Ich darf wissen: Herr, du bist meine Zuversicht, mein Teil im Lande der Lebendigen!“ Amen.

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