/ Wort zum Tag

Epheser 1,17

Bibelvers

Der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.

Epheser 1,17

Was ist das doch für eine Würde! Dass es mit uns der „Vater der Herrlichkeit“ zu tun haben möchte. Dass „der Vater der Herrlichkeit“ in unser Leben hinein wirken will! Nicht einfach „Gott“, wie leider immer wieder fast gedankenlos geplappert wird. Vielmehr — so heißt es hier — „der Gott unseres Herrn Jesus Christus“. Ihn hat Jesus als „Vater der Herrlichkeit“ bekannt gemacht. In dieser Herrlichkeit war Jesus zuhause. Diese strahlende, unvorstellbar vollkommene Herrlichkeit hat Jesus verlassen. Er wollte uns doch einladen, heimholen in diese ewige Herrlichkeit. Aber auch jetzt schon sollten Strahlen dieser göttlichen Welt hinein leuchten in die Enge unserer umschatteten Existenz. Geradezu begeistert hat es Jesus einmal ausgerufen: „Das ist doch ewiges Leben — Leben aus der göttlichen Welt -‚ dass Menschen dich erkennen, der du allein wahrer Gott bist!“
 
Der Apostel Paulus hat Jesus beim Wort genommen. Wortwörtlich. Er hat es in einen Wunsch hinein gepackt: Der Gott der Herrlichkeit, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, möge euch einen sechsten Sinn dafür geben, dass ihr ihn erkennt! Denn das ist mehr als tragisch, wenn Menschen wie mit einem Brett vor dem Kopf gar nicht recht begreifen, was man an Gott haben kann, dem „Vater unseres Herrn Jesus Christus“. Es hat einmal einer anschaulich diese Tragödie beschrieben. Es sei so ähnlich wie mit einem Bergmassiv, das in der Ferne auftauche. Viele ließen es dabei bewenden, die Erhebung ehrfürchtig aus der Ferne zu bestaunen. Andere jedoch gingen fasziniert näher. Dabei entdecken sie auf dem höchsten Gipfel ein beeindruckendes Schloss mit Mauern, Türmen und Toren. Einige wollten es genauer wissen. Sie besteigen den Burgberg bis zur Zugbrücke. Aus Scheu wagen sie jedoch nicht, durch das Tor einzutreten. Sie wähnen, das Wichtigste schon mitbekommen zu haben. Dabei warte doch drinnen im Festsaal der Schlossherr. Er warte darauf, persönlich die Besucher willkommen zu heißen und sie zu bewirten. Ganz bewusst habe ich Ihnen dies Gleichnis erzählt, das ein großer jüdischer Weiser (Maimonides) geprägt hat. Denn es soll uns doch anschaulich werden: Gott sehnt sich danach, dass Menschen aufgeht, was sie an ihm haben. Gott will weit mehr als ein bisschen religiöses Hochschätzen. Gott will, dass Menschen zur Erkenntnis von Wahrheit kommen!

Einer, den seine Feinde zur Strecke gebracht haben, hat - es ist noch gar nicht so lange her - in den letzten Stunden seines Lebens staunend niedergeschrieben: „Dass Gott sich so viel Mühe um mein kleines Leben gegeben hat!“ Menschlich natürlich, menschlich verständlich wäre es gewesen, wenn er anklagend gebetet hätte: „Weshalb muss ich diese ganze Ungerechtigkeit erleiden?!“ Aber er hat es erlebt, was es auch für Sie und für mich heute geben kann: Nämlich dass wir unser Leben in einem ganz anderen Licht erkennen, nämlich umsorgt und bestrahlt vom „Vater der Herrlichkeit“.
 

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