/ Wort zum Tag

5. Mose 23,6

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Der HERR, dein Gott, wandelte dir den Fluch in Segen um, weil dich der HERR, dein Gott, lieb hatte.

5. Mose 23,6

Israel, das geliebte und erwählte Volk Gottes, erlebte immer wieder notvolle und schwierige Situationen durch seine Feinde. Ist es nicht bis heute das meist gehasste Volk der Erde? Da treten Völker und mächtige Fürsten auf, um es zu verfluchen und zu vernichten. Aber Gott schützt sein Volk Israel. Er lässt es nicht zu, dass es untergeht.

Erinnern wir uns an Bileam aus der Stadt Pethor am Fluss Euphrat. Der wird vom Moabiterkönig Balak beauftragt, das Volk der Israeliten zu verfluchen und ihnen auf diese Weise großen Schaden zuzufügen. Aber niemals würde der Gott Israels es zulassen, dass sein Volk dauerhaft fremden Mächten preisgegeben würde. Bileams Auftrag, das Volk zu verfluchen, muss scheitern, weil Gott es nicht zulässt. Gott stoppt Bileams Absichten. Stattdessen muss er, der bereit war, das Volk zu verfluchen, das Volk segnen. Gottes gute Segensworte erschallen durch den Mund Bileams. Bileam kam, um zu fluchen, doch Gott wirkt es, dass aus seinem Munde nur Segensworte kommen.

Die Geschichte zeigt, dass der lebendige Gott selbst die bösesten Absichten in Segen ummünzen kann. Immer wieder finden wir dieses Handeln Gottes in der Bibel. Auch die dramatische Familiengeschichte des Josef, der von seinen Brüdern auf schändlichste Weise ausgeschaltet worden ist, hat als Fazit: „Ihr gedachtet es böse zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um am Leben zu erhalten ein großes Volk“ (1. Mose 50,20).

Weil Gott sein Volk liebt, verwandelt er Fluch in Segen. Weil Gott sein Volk liebt, schenkt er immer wieder einen Neubeginn. Weil Gott sein Volk liebt, führt er es zu einem guten Ziel.

Sehr beeindruckt hat mich die Lebensgeschichte von Bruder Saleh aus Nigeria. Vor einigen Wochen hat Bruder Saleh uns auf dem Kongress „Gedenket der Märtyrer“ auf dem Schönblick in Schwäbisch Gmünd seinen Glaubensweg erzählt: Er war ein fanatischer Moslem. „Ich habe Christen gehasst, verfolgt und umgebracht“, so berichtete er. „Um die christliche Szene besser ausspionieren zu können, habe ich mich taufen lassen. Ich wurde sogar zum Gemeindeältesten gewählt. Erst nach sechs Jahren – natürlich habe ich in dieser Zeit unzählige Predigten gehört – bin ich, der Christen-Verfolger, dann zum lebendigen Glauben gekommen.“

Ist das nicht ein Wunder? Als ich sein Glaubenszeugnis hörte, dachte ich an Paulus, dem es ja ähnlich erging. Inzwischen hat Bruder Saleh selbst schlimmste Verfolgungssituationen erlebt; sein ältester Sohn ist von fanatischen Moslems umgebracht worden. Aber Bruder Saleh strahlt dennoch eine ansteckende Glaubensgewissheit aus. Mit großer Freude ist er in seinem Land als Mentor von etwa 300 einheimischen Missionaren unterwegs. Gott hat Fluch in Segen verwandelt.

Das neue Jahr 2010 steht vor der Tür. Niemand von uns weiß, was alles auf uns zukommt. In allem aber können wir darauf vertrauen: Der Herr hat uns lieb! Weil das so ist und so bleibt, deshalb wird uns alles letztlich zum Segen werden. Darauf vertraue ich. Das macht mir Mut. Ich halte mich an das Bibelwort dieses Tages und nehme es gerne für mich in Anspruch: „Der HERR, mein Gott, wandelt mir den Fluch in Segen um, weil mich der Herr, mein Gott, lieb hat.“
 


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