/ Wort zum Tag

1. Petrus 4,9

„Herzlich willkommen im Haus Engelsruh!“ So oder ähnlich könnte es an unserer Tür stehen. Im Brief an die Hebräer werden die Christen - ähnlich wie im Lehrtext für heute – aufgefordert, gastfrei zu sein. So sollen einige schon ohne ihr Wissen sogar Engel beherbergt haben (Hebräer13,2).

Auch der Apostel Petrus ermuntert die verstreuten Christen, einander Heimat zu geben in der Fremde. So wird ein Stück der gemeinsamen himmlischen Heimat schon auf Erden deutlich und erlebbar. Natürlich weiß jeder, dass Gastfreundschaft auch mit Mühen und Anstrengungen verbunden ist. Und dann kommt vielleicht Besuch auch gerade zur unpassenden Zeit. Und wer weiß schon, was für ein Mensch das ist, der da um Einlass bittet. Da ist es einfacher, es sich selbst bequem zu machen. Viele gute Gründe sprechen dafür, die Tür nicht zu weit und nicht zu oft zu öffnen.

Allerdings wäre bei dieser Einstellung die christliche Botschaft wohl gar nicht erst bis zu uns gekommen.
Die ersten Gemeinden trafen sich in ihren Privathäusern, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Sie teilten dort, was sie hatten und ergänzten sich mit ihren vielfältigen Gaben und Fähigkeiten. Diese gegenseitige Unterstützung und die Liebe, in der sie einander begegneten, beeindruckte auch die Nichtchristen. So wurde die Kraft der Frohen Botschaft erlebbar und ansteckend.

Wer weiß, selbst nur Gast auf Erden zu sein und seine wahre Heimat im Himmel zu haben, lebt freier. Der braucht sich nicht an seinem Besitz festzukrallen, ist unabhängiger von der Meinung anderer Menschen, muss sich selbst kein Denkmal setzen. Wer aus der Liebe Christi lebt, wird als Gastgeber selbst beschenkt. Der merkt, dass diese Liebe der einzige Besitz ist, der sich verdoppelt, wenn man ihn teilt. Der ahnt auch, dass diese Liebe die einzige Währung ist, die auch in Ewigkeit noch ihren Wert behält. „Seid gastfrei untereinander ohne Murren“: Als Familie der Christen haben wir da weltweit eine große Aufgabe. Jetzt in der Adventszeit, der Vorbereitung auf die Ankunft Christi, haben wir eine gute Gelegenheit, das schon einmal zu üben: Ein offenes Haus, auch mal für die Nachbarn, die Christus noch nicht kennen. Kleinen und großen, jungen und alten Menschen Aufmerksamkeit schenken. Junge Menschen fördern, Familien oder Singles mit Kindern entlasten und unterstützen, einsamen und kranken Menschen nahe sein. Immer mehr junge und alte Menschen vereinsamen. Gastfrei das Leben teilen und Liebe weitergeben ist ein Segen für alle Beteiligten. Es ist der Vorgeschmack auf das Zuhause bei Christus. Wir dürfen uns unser ganzes Leben darauf vorbereiten, indem wir Gastfreundschaft üben. So können wir die Vorfreude schon jetzt teilen!
 

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