/ Wort zum Tag

Nehemia 6,16

Bibelvers

Den Feinden entfiel der Mut; denn sie merkten, dass dies Werk von Gott war.

Nehemia 6,16

Ist es nicht so? Alle Schwierigkeiten zwischen Menschen sind letztlich Kommunikationsschwierigkeiten. Da wir in der heutigen Zeit eine Fülle von Kommunikationsmöglichkeiten haben, werden diese oftmals dazu benutzt, die Kommunikationsschwierigkeiten zu vergrößern. Ein Problem z. B. sind dabei Journalisten, die ohne Skrupel in der Informationsbeschaffung oftmals Unwahres über Christen verbreiten. Getreu dem Satz: „Eine halbe Wahrheit ist oftmals eine ganze Lüge.“ Und während sich die Wahrheit noch die Schuhe anzieht, ist die Lüge schon um die ganze Welt. So ist es zumindest mehrmals passiert in gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehsendern der letzten Zeit in unserem Land. Die Folgen sind unterschiedlich: vom Aufbegehren bis zum inneren Rückzug! In der Demokratie legalisiert der Wähler die Entscheidungen, die sich gegen ihn richten! So könnte man dies Ganze auf den Punkt bringen.

Da wünschte ich mir, dass diese Leute, die mit manchmal so böswilligen Sendungen gegen Christen auftreten, merken: Das Werk dieser Christen, über die wir berichten, ist von Gott. Wir als Nachfolger Jesu haben unseren Marschbefehl vom Schöpfer dieser Welt selbst bekommen und dies berechtigt uns. Matthäus hat diesen Marschbefehl festgehalten: „Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker und taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.“

Im hebräischen Monat Kislew, welcher sich nach unserem Kalender von Mitte November bis Mitte Dezember erstreckt, im Jahr 444 v. Chr., erhielt Nehemia seine Berufung von Gott zum Aufbau der Stadtmauern von Jerusalem. Bei seinem Aufbauwerk bekam es Nehemia mit vielen Feinden zu tun. Die schlimmsten Feinde waren dabei oftmals die Leute aus dem eigenen Volk. Trotzdem, unter Nehemias weiser Führung beendeten die Angehörigen seines Teams den Wiederaufbau der Stadtmauern Jerusalems. Nun ging es nur noch darum, die Tore wieder instand zu setzen. Auch die Gemeinschaft der innerhalb der Mauern wohnenden Menschen galt es zu stärken. Da es den Feinden nicht gelungen war, die Bauleute von ihrer Arbeit abzuhalten, beschlossen sie, ihre Angriffe auf Nehemia zu konzentrieren. Nehemia war ihr Motor und Führer. Sollten die Feinde Nehemia in Misskredit bringen oder gar ganz ausschalten, dann wäre es für sie möglich, vielleicht die Stadt Jerusalem unter ihre Kontrolle zu bringen.

Dem Durchschnittsbürger sind die ungeheueren Belastungen und Anfechtungen nicht bewusst, denen Menschen in Führungspositionen tagtäglich ausgesetzt sind. Ihnen wird oft die Schuld an etwas gegeben, das sie gar nicht getan haben. Andererseits kritisiert man sie für Dinge, die sie verwirklichen wollten. Ihre Äußerungen werden oftmals falsch wiedergegeben und missverstanden, wobei sie selten die Gelegenheit erhalten, das Betreffende richtigzustellen. Wenn sie schnell handeln, gelten sie als rücksichtslos. Wenn sie ruhig abwarten, wirft man ihnen Feigheit oder Gleichgültigkeit vor. Diejenigen, die geistliche Führungspositionen innehaben, sind nicht nur den Belastungen ausgesetzt, denen alle Führungskräfte gegenüberstehen, sondern sie haben sich auch noch mit dem Widersacher Gottes, dem Teufel, auseinanderzusetzen. So war es bereits zu Nehemias Zeiten, so ist es bis heute geblieben. In dem Kapitel, ins dem unser Wort zum Tage steht, wird sehr eindrücklich beschrieben, was das Hauptziel der Feinde war.
Das Hauptziel der Feinde bestand darin, im Herzen Nehemias und seiner Mitarbeiter Furcht hervorzurufen. Dabei wussten diese Feinde, dass Furcht Glauben zugrunde richtet und die normalen Lebensäußerungen zum Stillstand bringt.

Nehemia hörte nicht auf die Lügen der Feinde. Er ging keine Kompromisse ein. Er widerstand aller üblen Nachrede. Er ließ sich nicht durch Drohungen einschüchtern und er überstand alle Intrigen. „Die Mauer war fertig ...“ lesen wir und dann kommt das Bibelwort für heute: „Und da alle unsere Feinde das hörten, fürchteten sich alle Heiden, die um uns her waren, und der Mut entfiel ihnen; denn sie merkten, dass dieses Werk von Gott war.“ Es ist also für uns wichtig, aus diesem Geschehen zu lernen. Es stimmt: Christen hier in Deutschland werden von so manchen Medien verleumdet. Aber dies ist nicht zu vergleichen mit dem, was Nehemia mit seinen Bauleuten damals geschah. Er musste um sein Leben bangen!

Vielleicht müssen die Christen in Deutschland noch viel mehr in Einheit den unchristlichen gesellschaftlichen Entwicklungen widersprechen. Der Prediger von Buchenwald, Paul Schneider, hat einmal gesagt: „Die Zeit erwartet unseren Widerspruch. In wesentlichen Fragen ist sie ratlos, und wenn wir mit ihr gehen, so werden wir es auch!“ Dabei geht es nicht ums Meckern! Nein es geht für die Christen in diesem Land immer wieder darum, bewusst auf die Maßstäbe Gottes für uns persönlich und für eine Gesellschaft, in der wir gern leben, hinzuweisen. Dies steht geschrieben! Im Wort Gottes! Dies sind die wirklich wichtigen Aussagen für heute! Und sie sind mitnichten außer Kraft gesetzt. Die zehn Anweisungen zum Leben sind nach wie vor in Kraft für ein gelingendes Leben für mich persönlich und für mein Land. Ohne Gott werden selbst jene Rechtsgüter zum Spielball der Interessen, die unter dem Schutz der Verfassung dieser Republik stehen. Und, ohne Gott fällt die Moral zusammen. Also, leben wir heute und jeden Tag, den uns Gott schenk neu. Beten wir, dass uns Gott die Gnade schenkt. Gut, dass wir in diesen Zeiten unseren ERF haben. Damals bei Nehemia wie heute beim ERF ist das Motto dasselbe! „Die Freude am Herrn ist unsere Stärke!“ Dies ist der
Schlüssel! Auch für diesen Tag.
 

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