/ Wort zum Tag

Psalm 17,8

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Behüte mich wie einen Augapfel im Auge.

Psalm 17,8

Schließen Sie, wenn Sie mögen, für kurze Zeit Ihre Augen. Das Auge ist ein hochsensibles Wunderwerk. Versuchen Sie zu spüren, welchen Platz der Schöpfer für dieses Organ liebevoll ausgedacht hat: Er hat es sorgfältig eingebettet in eine solide Höhle. Von hinten, oben und unten, von links und rechts ist es umschlossen und geschützt. Und gegen vorne mit einem beweglichen Augenlid beschirmt, das blitzschnell auf jede Art von Gefährdung reagiert.

Genau dieses Bild braucht der Beter David mitten im Ps 17. Es ist ein eindringlicher Hilferuf aus vielfältiger Bedrängnis. Der kurze Satz steht in Vers 8. Er soll er uns heute durch den Tag begleiten: "Behüte mich, Gott, wie einen Augapfel im Auge." Das ist eine erstaunliche Bitte! Sie ist nicht Davids Erfindung. Gott selber hat dieses Bild Jahrhunderte vorher ins Bewusstsein seines erwählten Volkes hineingepflanzt. Dies geschah durch Mose, nachdem er die Israeliten aus Ägypten und durch die Wüste geführt hatte. Kurz vor seinem Tod sang er ein Lied, gewissermaßen als Vermächtnis, und beschrieb darin Gottes Handeln in der Vergangenheit: "Des HERRN Teil ist sein Volk, Jakob ist sein Erbe. Er fand ihn in der Wüste, in der dürren Einöde. Er umfing ihn und hatte acht auf ihn. Er behütete ihn wie seinen Augapfel" (5. Mo 32,9+10).

König David hat sich wohl in seiner Not auf diese starke Erfahrung seiner Vorfahren besonnen. Er wusste es und hoffte darauf: So wie der Augapfel sicher in seinem Schutzraum liegt, so würde Gott ihn in seiner aktuellen Lebenslage bewahren. Wir - Sie und ich - dürfen es ihm gleich tun, wie immer auch unsere jetzigen Verhältnisse und Herausforderungen sein mögen. Gott freut sich über jeden Menschen, der sich ihm so anvertraut. Für ihn sind wir, seine Söhne und Töchter, mindestens so kostbar und wertvoll wie es die Augen für uns sind. In seiner Liebe hat er für uns einen sicheren Raum vorgesehen, in dem wir Schutz und Geborgenheit suchen und finden können: seine immerwährende Gegenwart bei Tag und bei Nacht.

Es ist und tut gut, hie und da kurz inne zu halten, dabei auch mal die Augen zu schließen und sich die Tatsache bewusst zu machen: So wie meine Augen in den Augenhöhlen gut aufgehoben sind, so bin ich von allen Seiten umgeben: von Gott, dem Vater, von Jesus, dem Sohn und vom Heiligen Geist. Ich darf mich jetzt im Schutzraum der Liebe Gottes bergen, darf mich ihm ganz überlassen, darf durchatmen, entspannen und neue Kraft schöpfen. Ich darf aber auch, je nach Situation, in der ich gerade stehe, wie David eindringlich rufen: "Behüte mich, Gott wie einen Augapfel im Auge." Ich wünsche Ihnen und mir, dass sich dieses Bild tief im Herzen einprägt und unser Vertrauen in Gott stärkt.
 


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