/ Wort zum Tag

Josua 1,13

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Der HERR, euer Gott, schafft euch Ruhe und gibt euch dieses Land.

Josua 1,13

Wir sehnen uns nach Ruhe! Wir brauchen Zeit zum Ausspannen und Abschalten, Erholen und Auftanken.
Das Wort zum Tag spricht auch von Ruhe - Ruhe, die von Gott geschenkt ist. Im biblischen Zusammenhang des Buches Josua geht es um das Volk Israel, das nach der langen kräftezehrenden 40-jährigen Wanderschaft endlich im verheißenen Land angekommen ist. Gott spricht durch Josua zu dem Volk: „Der HERR, euer Gott, schafft euch Ruhe und gibt euch dieses Land.“ Das heißt doch: Gott hat sein Versprechen gehalten. Er hat euch ans Ziel gebracht. Nun könnt ihr endlich zur Ruhe kommen! Gott schenkt euch Frieden, Frieden mit euch selbst, Frieden mit den Nachbarn und Frieden mit Gott. Nun könnt ihr euch entspannen. Gott selbst ist vorangegangen und hat Israel durch die lange Zeit in der Wüste geführt. Er hat sein Volk versorgt mit Wasser und Nahrung, immer wieder vor den Feinden bewahrt und mit guten Leitern wie Mose und Josua ausgerüstet; er hat sein Volk beständig ermutigt und schließlich ans Ziel gebracht. Die Ruhe ist Gottes großes Geschenk an sein Volk!

Was wir aus diesem Wort zum Tag lernen können, ist, dass Gott zu seinen Zusagen steht. Er hält, was er verspricht. Das hat das Volk Israel auf beeindruckende Weise erlebt und wir können es heute ebenso. Wir dürfen Gott beim Wort nehmen. Wenn er verspricht: Ich bin bei euch alle Tage – dann dürfen wir uns darauf verlassen, dass diese Zusage auch uns persönlich gilt – egal ob wir die Gegenwart Gottes spüren oder nicht.

Dieses Wort von der Ruhe aus dem Alten Testament hat auch für uns heute noch Bedeutung, und dies sogar in noch tieferer Art und Weise als es beim Volk Israel schon galt. Der Schreiber des Hebräerbriefes spricht davon, dass Gott durch die Ankunft im verheißenen Land schon eine erste Erfüllung der Ruheverheißung geschenkt hat. Aber für die Gläubigen des Neuen Testamentes gibt es eine noch viel tiefere Ruhe, die allein Jesus Christus schenkt. Was ist damit gemeint? Jesus Christus schenkt uns Frieden mit Gott!

Das ist das große Geschenk, das wir als Christen bekommen haben. Obwohl wir uns von Gott entfernt hatten, obwohl wir ihn links liegen ließen, hat Jesus uns wieder in Verbindung zu Gott gebracht, indem er für unsere Schuld am Kreuz gestorben ist. Er hat die Brücke gebaut, so dass wir jetzt in Beziehung mit dem lebendigen Gott leben können, ja, Gott uns sogar als seine Kinder in seine Familie aufnimmt! Dieser Friede mit Gott lässt uns innerlich zur Ruhe kommen. Wir müssen nicht mehr weiter suchen, weil wir gefunden haben. Wir müssen nicht mehr uns selbst, anderen und Gott etwas beweisen, weil Gott uns angenommen hat, so wie wir sind. Jesus Christus schenkt mir durch seinen Geist die Gewissheit, dass ich gerettet und Gottes Kind bin. Auch das gibt mir tiefen Frieden in mein Herz. Schließlich habe ich durch Jesus auch die Gewissheit, dass ich nach meinem Sterben in den Himmel kommen werde und ewige Gemeinschaft mit Gott und Jesus Christus auf mich warten. Welch eine wunderbare Hoffnung!

Eine ältere Christin hat eine schwere Herzoperation vor sich. Im Gespräch sagt sie mir: „Herr Puy, wissen Sie, ich habe keine Angst vor der Operation. Entweder sie gelingt und es geht mir anschließend besser oder ich sterbe und bin dann bei meinem Herrn! Also: was kann mir passieren?“ Welch eine Ruhe, welch ein innerer Friede, den Jesus dieser Frau geschenkt hat. Solch einen Frieden, der uns gelassen macht und Geborgenheit bietet, will Jesus auch uns schenken. Jesus Christus spricht: „Kommt her zu mir alle, die ihr euch abmüht und Lasten tragt, ich will euch Ruhe gewähren. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.“ Unser Herr, der uns liebt, schafft uns Ruhe.
 


Kommentare

Von elisa5 am .

Ja, die Frau oder der Mensch der das aus freiem ganzen Herzen sagen kann, wie Sie schreiben:
„Herr Puy, wissen Sie, ich habe keine Angst vor der Operation. Entweder sie gelingt und es geht mir anschließend besser oder ich sterbe und bin dann bei meinem Herrn! Also: was kann mir passieren?“
ist zu beneiden. Obwohl Christen ja nicht neidisch sein sollen.
Mein Problem ist: das Leben hier auf dieser Erde kenne ich (zumindest ein bisschen) aber das Leben bei Gott und unserem Herrn Jesus, das mehr


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