/ Wort zum Tag

Lukas 1,58

Bibelvers

Elisabeths Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr große Barmherzigkeit an ihr getan hatte, und freuten sich mit ihr.

Lukas 1,58

Ihr Herzenswunsch war nicht in Erfüllung gegangen. Lange hatten sie vergeblich gewartet. Und anscheinend vergeblich gebetet. Elisabeth und Zacharias hatten gelernt, sich in das Unabwendbare zu fügen. Sie hatten sich darauf eingestellt, ohne Kind alt werden müssen. Was das bedeutet, verstehen all diejenigen, denen es wie diesen beiden geht.

Elisabeths biologische Uhr war abgelaufen. Doch Gott hatte die beiden und ihren sehnlichen Kinderwunsch nicht vergessen. Seine Uhren gehen anders. Er hatte ihre Gebete nicht überhört. Er erschien dem Zacharias während seines Dienstes im Jerusalemer Tempel und versprach einen Sohn. Gott erfüllte den Herzenswunsch. Elisabeth wurde wenig später schwanger. Dieses Kind: ein Wunder, ein echtes Gottesgeschenk. Elisabeth und Zacharias freuten sich an ihrem späten Elternglück. Und an Gottes großer Barmherzigkeit.

Kinder sind Geschenke Gottes! Kinder sind immer ein unverkennbares Zeichen für Gottes großes Ja zum Leben und seines Segens. Ja, immer! Martin Luther sagte: „Wer ein Neugeborenes ansieht, hat Gott in flagranti erwischt.“ Johannes wurde geboren. Mutter und Kind wurden in der Stunde der Geburt gnädig bewahrt. Das Glück seiner Eltern war unbeschreiblich. Und alle freuten sich mit, die Nachbarn, die Verwandten. Ja, alle freuten sich an diesem Kind. Alle freuten sich am Wunder neuen Lebens und an der großen Barmherzigkeit Gottes, die er Elisabeth und Zacharias erwiesen hatte. Da war niemand, der sich daran aufhielt, dass die beiden in ihrem Alter noch ein Kind bekamen.

Solche Mitfreude von Verwandtschaft und Freunden, von Arbeitgebern, Kollegen und der Nachbarschaft ist jeder Frau, jedem Ehepaar in guter Hoffnung zu wünschen! Ehrliche Mitfreude an dem Geschenk werdenden neuen Lebens. Sie tut gut, sie hilft. Werdende Mütter und Paare, die ein Kind erwarten, verdienen Ermutigung und Unterstützung. Sie brauchen sie auch. Verantwortung und Belastung sind hoch. Solche ungeteilte Mitfreude mit einer schwangeren Frau ist bei uns alles andere als selbstverständlich. Wird eine Frau in fortgeschrittenem Alter schwanger, muss sie sich manche Bemerkung gefallen lassen. Sie gilt als Risikofall. Sucht ein Ehepaar eine größere Wohnung, weil sich ein Kind angemeldet hat, bekommt es nicht selbstverständlich Unterstützung. Verständnis für Kinder und ihre Lebensfreude, für ihr Gelächter und Geschrei sind leider nicht vorauszusetzen. Es scheint in Vergessenheit zu geraten, dass Kinder eine Gabe Gottes sind.

Wenn sich unsere Gesellschaft schon nicht uneingeschränkt als kinderfreundlich erweist, die christliche Gemeinde sollte es sein! Geistlich gesehen sind wir Christen die Nachbarn und Verwandten von Frauen wie Elisabeth. Wir wissen darum, was für ein Wunder und Geschenk der Barmherzigkeit Gottes es ist, wenn neues Leben heranwächst. Darum wollen wir uns mit jeder Frau freuen, die ein Kind erwartet. Und wir wollen jedes Elternpaar mit kleinen Kindern unterstützen. Wir wollen Gottes Barmherzigkeit über jedem Kind, das das Licht der Welt erblickt, preisen. Wenn Verwandte und Nachbarn ein Ja zu Kindern haben, fällt es auch Müttern und Ehepaaren leichter, ein freudiges Ja zu ihrem Kind zu finden. Darum: wenn Sie heute eine werdende Mutter sehen, schenken Sie ihr ein freudiges Lächeln. Und wenn Sie einer Frau mit Kind oder Kindern begegnen, lassen Sie sie Freude und Verständnis spüren. Sie können ihr, sich selbst und unserem Gott keine größere Freude machen. Und lassen Sie uns Gott und seine Barmherzigkeit über den Kindern preisen, die heute geboren werden.
 

Cookies helfen uns, Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Richtlinien sowie der Speicherung von Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shield zu. Mehr erfahren