/ Wort zum Tag

5. Mose 7,9

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten.

5. Mose 7,9

„Gott hat keine Enkelkinder.“ Kennen Sie diesen Satz? Niemand kann sich darauf berufen, dass seine Eltern eine persönliche Geschichte mit Gott hatten. Jeder muss seine eigene Begegnung mit Gott erleben. Man kann zwar gute Traditionen an die nächste Generation weitergeben – aber kein persönliches Vertrauensverhältnis, keinen lebendigen Glauben. Den muss jeder für sich selbst entdecken.

Unser Bibelwort für den heutigen Tag ist dem 5. Buch Mose entnommen. In manchen Bibeln findet man auch den lateinischen Namen „Deuteronomium“ - das zweite Gesetz. Es ist eine Wiederholung. Gottes Lebensworte, aber an eine neue Generation. Fast alle, die den Auszug aus Ägypten erlebt hatten, waren während der 40-jährigen Wanderschaft durch die Wüste gestorben. Mose erinnert an die Anfänge. Warum hatte Gott sich dieses Volkes angenommen? War es größer, bedeutender als andere Nationen? War es etwas Besonderes? Was war der Grund, dass sich Gott den Menschen zugewandt hatte, die als Fremde, als Migranten, in Ägypten ansässig geworden und dann so brutal unterdrückt und versklavt worden waren? Die Antwort ist ganz schlicht: „Weil er euch geliebt hat“, sagt Mose. Und weil Gott seine Zusagen an die Väter, an Abraham, Isaak, Jakob und Joseph gegeben hatte. Darum der Exodus, der lange Weg der Befreiung. Darum hat euch Gott bis heute viele Wunder erleben lassen, darum habt ihr die lange Zeit in der Wüste überlebt und steht jetzt vor den Grenzen eurer neuen Heimat.

„So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist.“ Das ist keine allgemeine Volksansprache, sondern eine sehr persönliche Zuwendung. Jeder ist angesprochen und soll mit Kopf und Herz antworten. „Gott ist treu und seine Barmherzigkeit schließt viele Generationen ein, er will seinen Segen nicht nur für jetzt und hier schenken, sondern auch für morgen und übermorgen. Auch für die, die nach euch kommen werden. Aber jetzt seid ihr dran. Hört gut zu, was euch aus Gottes Lebensworten jetzt erreicht.“ Am Anfang steht die Liebe Gottes. Und seine Treue. Und diese Liebe ist es wert, dass sie nicht mit Füßen getreten wird. „Ihr werdet, wenn ihr in das Land kommt, dass euch zugedacht ist, andere Völker kennenlernen. Sie verehren ihre Götter, ihre Gottesdienste sind völlig anders und sie wissen nichts vom Gott Israels, der Himmel und Erde gemacht hat. Lasst euch nicht von ihren Glaubensvorstellungen beeindrucken. Verbündet euch nicht mit ihnen, vermischt nicht den Glauben an den Gott Israels mit dem der Nachbarvölker. Wenn ihr das tut, werdet ihr kein Glück haben, euer Leben wird nicht gelingen. Ihr werdet scheitern und alles verlieren, was euch Gott geschenkt hat. Aber das ist die Verantwortung jedes einzelnen. Nicht wie sich die anderen entwickeln und entscheiden, darf dich beeinflussen. So sollst du nun wissen, dass es nur einen Gott und Herrn gibt. Vertraue du dich ihm an. Lebe nach seinem Wort. Schau auch nicht auf die Generation vor dir. Du lebst heute - es geht um dich. Jede Generation und auch jeder einzelne Mensch muss sich dem Lebenswort Gottes wieder neu und persönlich stellen. Mit dem, was ich von Gott weiß, soll ich nun mein Leben im Vertrauen und im Gehorsam gestalten."

Es gehört zu den traurigen Erfahrungen, dass Scheitern auch im Glauben durchaus möglich ist. Wir können an Gott vorbei leben. Das Bibelwort für heute aber ist eine Einladung und zugleich eine starke Zusage: Gottes Bundestreue und Barmherzigkeit behalten das Übergewicht. Gott wünscht sich unsere Treue zu ihm, unser Vertrauen mit Kopf und Herz. Aber wenn wir in der Gefahr stehen, den Glauben loszulassen, dann will er uns doch in seiner Barmherzigkeit festhalten. Paulus hat es einmal so gesagt: Wenn wir untreu werden, bleibt er doch treu, denn er kann sich nicht verleugnen. Jesus Christus ist dafür der „Garant“ – die Barmherzigkeit und Treue Gottes bleiben bestehen. Das hat er in seinem Sterben und Auferstehen festgemacht. Darum ist mein Entschluss für heute: Ich will diesen Gott und Herrn von ganzem Herzen „fürchten, lieben und ihm vertrauen“.


Kommentare

Von Kerstin Bromba am .

Wie gut, dass Gott barmherzig und treu ist! Der Mensch ist unvollkommen, aber Gott ist vollkommen. Möge Gott uns schützen.

Von Carl Förschler am .

Sehr geehrte Frau Rüger,

danke für Ihren Brief, er hat mich sehr berührt und auch nich daran erinnert, wer der wichtigste in unserem Leben ist - Jesus Christus.

Von Astrid Rüger am .

Gott hat mich aus Sackgassen,Todestälern,jahrzehnten Therapien Irrwegen herausgeholt,Mit seiner Liebe getragen,hat meine Füße auf festen Grund gestellt,nun habe ich die Geborgenheit in IHM JESUS Christus.trotz der Krebsleiders,so daß Ärzte und Prof.und meine Mitmenschen staunen,ABER das Getragen sein den Frieden habe ich NUR dur meinen Erlöser JESUS Christus.Und das Beispiel;meiner Verfolgtern Glaubensgeschwister,was müssen diese erst leiden.Mein Leben soll ein offenes Buch für zu Jesus Christus sein,damit noch viele zum Glauben an ihm kommen.


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