/ Wort zum Tag

5. Mose 8,5

Bibelvers

Du erkennst ja in deinem Herzen, dass der HERR, dein Gott dich erzogen hat, wie ein Mann seinen Sohn erzieht.

5. Mose 8,5

Christus spricht: Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe.

Johannes 13,15

Wie erziehe ich mein Kind richtig? Eine Frage, die sich Eltern im Blick auf ihre kleinen oder heranwachsenden Kinder immer wieder stellen. Und ältere Eltern fragen sich bei manchem, was ihre großen Kinder tun: Habe ich in der Erziehung wirklich alles richtig gemacht?

Spannend wird diese Frage insbesondere dann, wenn es um den Glauben geht. Können Kinder zum Glauben hin erzogen werden? Wie vermittle ich in richtiger Weise das, was mein eigenes Leben so unendlich reich macht? Wie zeige ich ihnen, was mir Halt und Kraft gibt, die Aufgaben des Lebens zu meistern? Denn es ist in erster Linie die Aufgabe der Eltern, ihre Kinder auch auf diesem Weg zu begleiten.

Der Vater eines früheren Studienfreundes sagte mal zu diesem Thema: Ich habe gar nicht so viel mit meinen Kindern über Gott geredet. Aber ich habe sehr viel mit Gott über meine Kinder gesprochen. Damit hat er sich für mich nicht aus der Verantwortung genommen, aber er hat sich auch an diesem Punkt Hilfe gesucht. Hilfe bei dem, der uns in allen Lebensbereichen begleitet und hilft, wenn wir uns ihm anvertrauen.

Wie aber erzieht Gott? Aus der Losung des heutigen Tages, die im fünften Buch Mose in Kapitel 8 steht, erfahren wir: "So erkennst du ja in deinem Herzen, dass der HERR, dein Gott, dich erzogen hat, wie ein Mann seinen Sohn erzieht." Gott erzieht einen Menschen wie ein Mann seinen Sohn erzieht. Nun wissen wir alle, dass die Erziehung heute, egal ob bei Söhnen oder bei Töchtern, oftmals in erster Linie durch die Frauen, sprich die Mütter, geschieht. Und doch ist immer wieder zu spüren, dass es etwas Besonderes gibt im Verhältnis zwischen Müttern und Töchtern sowie Vätern und Söhnen. Es geht im besten Fall darum, so zu sein wie die Mutter oder wie der Vater. Aber das hängt davon ab, wie Vater und Mutter erlebt werden. Sind sie gute Vorbilder? Geben sie einem genügend gute Beispiele, denen die Kinder nacheifern möchten? Oder sind ihre Ansichten und Verhaltensweisen so quer, dass sie lieber ihre eigenen Wege finden und gehen wollenl?

Klären kann man dies sicherlich nur, in dem man ein vertrauensvolles Verhältnis und einen guten Umgang miteinander pflegt. In dem man offen über die Dinge redet und die Worte nicht im Widerspruch zu den Taten stehen. Es ist die Frage nach der Glaubwürdigkeit dessen, was Eltern vorleben und von ihren Kindern erwarten. Denn letztlich können sie nichts erwarten, was sie nicht selber zu geben bereit sind. Deutlich wird uns das, wenn wir uns den neutestamentlichen Text des Tages aus dem Johannesevangelium anschauen.

Jesus sagt in Johannes 13: "Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe." Sein Beispiel ist die Fußwaschung, als er am letzten Abend vor der Kreuzigung mit seinen Jüngern zusammen sitzt. Als Gastgeber hat er einen Dienst versehen, den normalerweise andere für die Gäste versehen müssen. Denn normalerweise ist es die Aufgabe des niedrigsten Dieners oder Sklaven, den Gästen des Hauses die Füße zu waschen. In diesem Fall ist es der Herr selbst, der seinen Jüngern diesen Dienst erweist. Damit lebt er ihnen vor: Man soll sich für keine Aufgabe zu schade sein, um sie nicht an einem anderen Menschen auszuüben, wenn man ihm damit etwas Gutes tun kann. Jesus hat es seinen Jüngern aber nicht einfach nur gesagt, sondern er hat es vorgelebt. Er hat seiner Forderung damit im wahrsten Sinne des Wortes in vorbildlicher Weise Nachdruck verliehen. Er hat die Jünger erzogen, indem er seine Worte mit entsprechenden Taten gefüllt hat.

Und wir dürfen es als Beispiel nehmen, wenn es um die Erziehung unserer Kinder, vielleicht auch der Enkel geht. Nicht zuletzt dann, wenn wir sie zum Glauben erziehen möchten. Leben wir den Glauben an Jesus Christus glaubwürdig vor, dann werden auch unsere Kinder den Glauben als eine Bereicherung für ihr Leben entdecken können.

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