/ Wort zum Tag

1. Korinther 2,2

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Paulus schreibt: Ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten.

1. Korinther 2,2

Ist das nicht zu einfältig und eintönig? Muss denn immer und bei jeder Gelegenheit von Jesus und dann auch noch von der Kreuzigung geredet werden? Vor einiger Zeit hatte ich Unterricht in einem Seminar für Prediger. Es ging um Fragen der Seelsorge in bestimmten Lebenssituationen. Bei den Übungen habe ich die Seminaristen immer wieder darauf hingewiesen, dass sie den Bezug zum Glauben und zu Jesus im Gespräch herstellen. Nach einer Weile brach es aus einem Seminaristen heraus: „Das geht mir langsam auf den Wecker: Immer wieder ‚Jesus’, ‚Jesus!’ Haben wir denn nichts anderes auf der Pfanne?“

Hat er nicht recht? Ist das nicht ziemlich eintönig, einfältig und einspurig, immer von Jesus zu reden? Ist das nicht eine Verengung der biblischen Botschaft, die der Apostel Paulus hier vornimmt? Ist er so klein kariert? Hat die Kirche nicht auch ein Wort zu den großen Themen beizutragen, die in der Gesellschaft diskutiert werden? Haben die Prediger nicht die Verpflichtung, ihren Beitrag zu den Schlagzeilen der Zeitungen zu geben?

Natürlich gibt es ganz viele wichtige Dinge und überlegenswerte Gedanken. Nur: Worauf kommt es im Leben wirklich an? Wer nimmt mir die Not meines Lebens ab? Wer bringt mich wieder in eine unmittelbare Beziehung zu Gott? Wer heilt meine Vergangenheit? Wer ist die Schlüsselfigur der Weltgeschichte? Wer hat die Antwort auf die Fragen nach Sinn und Ziel?

Der Missionar Paulus war nicht klein kariert. Er hatte einen weiten Horizont. Er kannte sich aus in der Welt, in der er lebte. Und zu bestimmten gesellschaftlichen Fragen hatte er sicher auch eine persönliche Meinung. Aber er wusste, dass damit die tiefste Not von uns Menschen nicht wirklich geheilt wird. Er kannte aber den, der wirklich Helfer, Retter, Heiland der Welt ist: den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus. Und deshalb geht Paulus nicht mit hilfreichen Tipps zur Lebensbewältigung hausieren. Und deshalb proklamiert er nicht politische Weltverbesserungspläne. Er stellt den Menschen seiner Zeit die Person vor Augen, die unser Leben heil macht und der man sich bedenkenlos anvertrauen kann: Jesus Christus. Jesus hat unsere Sünde ans Kreuz getragen. Für uns ist er gestorben. Und das gilt für alle Menschen, seit Jesus Christus von den Toten auferstanden ist. Das bezeugt Paulus. Das bezeugen Christen zu allen Zeiten: Anfang des 19. Jahrhunderts lebte in Württemberg der junge Pfarrer Ludwig Hofacker. Von Krankheiten schwer gebeutelt, versah er seinen Dienst. Aber Gott machte ihn zu einem ganz großen Christuszeugen. Als Programm für sein Leben formulierte Ludwig Hofacker: Er wolle „einen Schrei für Jesus“ tun. Da nennt einer der großen Theologen und Bibelausleger des vergangenen Jahrhunderts, Adolf Schlatter, sein letztes Andachtsbuch „Kennen wir Jesus?“. Und der Liederdichter Johann Heinrich Schröder schreibt Ende des 17. Jahrhunderts in seinem bekannten Lied „Eins ist not“ im letzten Vers: „Drum auch Jesu, du alleine sollst mein Ein und Alles sein ... und Jesus erkenne. Dies eine ist not."

„Nur Jesus!“ Dieser Ton klingt seit den Tagen des Apostels Paulus bis in die Gegenwart: Auf Jesus allein kommt es an und darauf, ihn zu kennen und ihm zu gehören. Können Sie da einstimmen?


Kommentare

Von Rita am .

Ja ,von ganzem Herzen. Durch Schicksalschläge gebeutelt, erfuhr ich 2005 von Jesus. Habe mein Leben ihm übergeben, und bin so dankbar, dass er mich angenommen hat, ein Kind Gottes bin. Dies sollte noch deutlicher
gepredigt und weitergesagt werden, was getan werden muss, um Jesus als seinen
Herrn anzunehmen ihm ganz zu vertrauen. Auch was mit den Menschen passiert, die Jesus nicht annehmen, nicht kennen und ihn auch nicht kennen wollen. Er ist doch der Maßstab aller Dinge, das A und das
O.Er hat sein teuer wertes Blut für
uns Sünder vergossen.

Von Vera am .

Das ist zwar alles richtig. Aber spätestens wenn man einem Kind ein Eichhörnchen beschreibt und auf die Frage, ob es dieses Tier kenne, zur Antwort bekommt:"Wie ich den Laden hier kenne, ist das sicher wieder der liebe Jesus." hat man vielleicht doch etwas falsch gemacht.

Von monica am .

....verkündigen wir Christus den Gekreuzigten.... nach Paulus 1.Korinther 1,22 ff Ja ,Jesus genügt, Halleluja!

Von Egbert Feldhoff am .

Ja, es gibt keinen anderen Weg zu Gott als Jesus Allein!

Von Elisabeth Sörgel am .

Jesus Christus, der Heiland, Freund und Wegbegleiter: Gestern Heute und in Ewigkeit.
Erfahren und Durchlebt in vielen Stationen des Lebens. Deshalb kann ich bezeugen: Er lebt in mir und ich lebe in ihm.

Von Susanne am .

Niemand kommt zum VATER
außer durch den SOHN-JESUS leider ist auf dieser Welt ein sooo großer Widerstand...da wird lieber über die Esoterik uva gesprochen nur nicht zu viel von JESUS wollen sie hören-ist doch "verrückt" diese Welt und hoffentlich können wir da mithelfen sie wieder etwas richtig zu rücken Gottes Segen für euch alle

Von Peter am .

Ja, nur Jesus!
Wenn das doch nur verstanden würde!

Von Sigrid hentsch-Wagner O-OSB am .

Diesen Vers bekam ich zu meiner Konfirmation von unserem Pastor in Ronsdorf. Erst dachte ich, der passt überhaupt nicht zu mir! Aber im Laufe der Jahre stellte sich heraus, dass das garnicht stimmte. Er passte sehr wohl zu mir. Gott hatte sich schon damals bei meiner Konfirmation etwas gedacht, als er mir diesen Vers zukommen ließ.Heute bin ich dankbar für diesen Vers, und möchte ihn nie mehr missen!

Von Renate am .

Ja! "Jesus (ALLEIN) ist der Weg, die Wahrheit und das Leben!" Joh. 14,6

Von Manfred Strauß am .

Ja!!!!!!!


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