/ Wort zum Tag

1. Könige 8,56

Bibelvers

Es ist nicht e i n s dahingefallen von allen seinen guten Worten, die er geredet hat durch seinen Knecht Mose.

1. Könige 8,56

„Worte sind Schall und Rauch.“ Wie viele Worte haben wir gesagt, die längst vergessen sind. „Was geht mich mein Geschwätz von gestern an?“ Dieser Satz ist zu einem geflügelten Wort geworden, wenn sich unsere Meinung über Nacht geändert hat. Ja, wir Menschen machen viele Worte und müssen ehrlich gestehen, dass oft wenig Verlass auf uns ist.

Zum Glück ist dies bei Gott ganz anders. Gottes Wort ist nicht Schall und Rauch. Gottes Wort ist Tat-Wort oder Ereignis-Wort. Es setzt Dinge in Bewegung und trifft auf jeden Fall ein. Gleich die ersten Seiten der Bibel berichten uns von diesem Ereignis-Charakter des Wortes Gottes. Im Schöpfungsbericht der Bibel heißt es immer wieder: „Gott sprach ... und es geschah.“ Auch bei Jesus können wir dies lernen. Jesus sprach - und der Gelähmte war heil. Oder er sprach – und Wind und Wellen legten sich.

Doch oft sehnen wir uns danach, dass Gottes Wort endlich Wirklichkeit wird. Oft scheint unser Alltag so ganz anders zu sein, überhaupt nicht vom Wort Gottes geprägt. Krankheit, Arbeitslosigkeit, die Sorgen des Alltags lassen uns am Wort Gottes zweifeln. Trifft es wirklich ein? Wo ist Gott mit seinem Wort? Diese Fragen quälen uns.

Es sind die Fragen, die die Menschen der Bibel oft hatten. Und doch, immer wieder wird berichtet, wie sie es bekannten: Gottes Wort hat Bestand. Auf Gott ist Verlass. Eine Szene schildert uns das 1. Königebuch im Alten Testament. 1. Könige 8 berichtet von dem großartigen Gottesdeinst, den König Salomo zur Einweihung des Tempels mit dem ganzen Volk Israel feierte. Was war das für ein Jubel! Was war das für ein Fest! Endlich war der Tempel fertig. Endlich hatte das Volk Gottes Ruhe gefunden, die Bedrohung durch viele Feinde hatte ein Ende. Endlich konnten sie in Ruhe leben, Gott loben und danken. Das Wort Gottes, die Verheißung Gottes an Mose, dass das Volk Gottes zur Ruhe kommen würde, hatte sich wunderbar erfüllt. Staunend und dankbar bekennt Salomo vor dem Volk: „Es ist nicht e i n s dahingefallen von allen seinen guten Worten, die er geredet hat durch seinen Knecht Mose.“ So wird es uns 1. Könige 8 Vers 56 berichtet.

Ja, das Wort Gottes hatte sich erfüllt. Es war eingetroffen. Das Volk Gottes hatte Ruhe. Doch das Alte Testament berichtet, wie Israel diese Ruhe verspielte, wie es abfiel von Gott und Gott sein Volk nach Babylon führte. Nach der Ruhe, nach einem Ort, an dem aller Kummer und alle Not zu Ende ist, sehnt sich Israel und sehnen wir Christen uns. „Es ist noch eine Ruhe vorhanden, für das Volk Gottes“, wird uns im Hebräerbrief verheißen. Johannes sieht in seiner Offenbarung ganz am Ende der Bibel diese Ruhe Gottes, wenn Gott selbst seinen neuen Himmel und seine neue Erde herbeiführen wird. Dann ist alles Leid, alles Geschrei und alle Not zu Ende, Ja, dann wird Gott selbst alle Tränen abwischen. So Offenbarung 21.

Sind das nur Worte? Worte, die vergehen? Worte, die eine schöne Idee beschreiben? Es sind Worte unseres Gottes. Worte, die in Erfüllung gehen werden, Worte, von denen nicht eines dahinfallen wird. Denn Gott steht zu seinem Wort!

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