/ Wort zum Tag

Johannes 8,26

Bibelvers

Christus spricht: Der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehört habe, das rede ich zu der Welt.

Johannes 8,26

Was wird nicht alles geredet! Man sagt: Wir leben in einer Zeit der Inflation der Worte: Werbeslogans, Talkshows, politische Propagandareden, vollmundig vorgetragene Lösungsmodelle für die großen Krisen. Worte, nichts als Worte ...

Was sind schon Worte? Ich bin skeptisch geworden all den wohlklingenden Worten gegenüber, skeptisch und oft auch genervt. Welchen Worten kann ich noch glauben? Worauf mich verlassen? Was gilt auch morgen noch?

Was sind schon Worte? Ich winke oft ab, wenn ich große Versprechungen höre. Auch im privaten Kreis, auch in der Gemeinde. „Ich denke an dich.“ „Ich bete für dich.“ „Ich bin für dich da.“ „Auf mich kannst du zählen.“ Nette Worte, tröstende Worte – aber oft genug eben nur Worte. Große Worte machen kann jeder. Aber Worte kosten nicht viel. Wie ernst ist zum Beispiel die Frage gemeint, die wir tagtäglich hören und sagen: „Wie geht´s?“ Bin ich dann wirklich bereit hinzuhören, wenn einer daraufhin zu erzählen beginnt? Mehr noch: Bin ich dann auch bereit, mich in Mitleidenschaft ziehen zu lassen oder sind meine tröstenden Worte nichts als billige Vertröstung, hinter denen nichts steht?

Was sind Worte? Jesus beruft sich bei dem, was er sagt, auf die letzte Instanz. „Was ich von dem, der mich gesandt hat – also von Gott -, gehört habe, das gebe ich weiter.“

Er sagt damit: „Meine Worte sind abgedeckt. Ich rede nicht einfach so. Gott steht hinter dem, was ich sage. Gott beauftragt mich, das zu sagen, was ich sage.“ Und Gott – das sagt Jesus immer wieder - ist ein liebender Vater, der es gut meint mit seinen Leuten und ihnen deswegen gute Worte sagen lässt, heilende Worte, Worte, die Vergebung schenken, Worte, die eine neue Chance auftun, Worte, die die Perspektive der Hoffnung aufschließen, Worte, die ein neues Selbstwertgefühl vermitteln.

Und wir wissen aus der Bibel: Jesus hat nicht nur Worte gemacht. Was er sagt, ist abgedeckt. Denn er hat auch entsprechend gehandelt. Er hat das umgesetzt, was er den Menschen gesagt hat, hat sie durch die Art, wie er ihnen begegnet ist, spüren lassen, dass da eine ganz große Liebe ist, ein Liebe ohne Schatten. Gerade die, die damit nicht mehr gerechnet haben, dazu gehören zu dürfen, weil sie durch eigene Schuld alles verspielt hatten oder weil sie einfach ausgebootet worden waren, gerade sie hat Jesus erleben lassen, dass Gott nach ihnen fragt und dass sie erwartet sind.

Zeugen dafür sind zum Beispiel die Ehebrecherin, die korrupten Zolleinnehmer, die unheilbar Kranken. Sie alle hatten keine Chance mehr. Doch durch Jesu Wort wurde alles anders. Er ergriff für sie Partei und öffnete ihnen die Tür zum Leben. Er hat nicht nur Veränderung gepredigt; er hat Veränderung gebracht.

Und schließlich: Seine Worte sind abgedeckt, weil er sich darauf hat festnageln lassen. Am Kreuz hält er konsequent an dem fest, was er gesagt hat. Da wird deutlich: er hat den Mund nicht zu voll genommen. Er hat das gesagt, was Gott durch ihn sagen wollte. Er hat das gebracht, was Gott durch ihn bringen wollte: Vergebung der Schuld, einen neuen Anfang, die Möglichkeit, Kind Gottes werden zu können. Und diese Möglichkeit besteht bis heute. Jesus hält, was er verspricht. Denn es ist abgedeckt: Durch Gott, die letzte Instanz, durch ihn selbst: sein Handeln und seinen Weg ans Kreuz.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie gute Erfahrungen machen, wenn Sie sich auf Jesu Worte einlassen.

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