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Kolosser 1,13-14

Bibelvers

Der Vater hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden.

Kolosser 1,13-14

„Wie im Himmel“, so heißt ein Film, der von einem weltberühmten Dirigenten handelt. Dieser Dirigent kehrt in sein schwedisches Heimatdorf zurück und übernimmt dort einen bunt zusammen gewürfelten Kirchenchor. Doch die Aufgabe, die er zu bewältigen hat, ist nicht nur musikalischer Natur. Die Mitglieder des Chores tragen viele Sorgen und Nöte mit sich herum. Im Laufe der Zeit stellt sich heraus, wie die Menschen des kleinen Dorfes aneinander schuldig werden. Von Gewalt in der Ehe erfährt der Zuschauer, vom Ausschluss eines Behinderten, von Freunden, die einander quälen, vom Schweigen und Wegsehen der Dorfgemeinschaft. Erst durch die Kraft der Musik beginnen Einzelne plötzlich, einander wertzuschätzen, einander als einmalige Menschen wahrzunehmen. Am Ende siegt die Liebe über die Gewalt, die Annahme über die Ausgrenzung, die Geborgenheit über die Einsamkeit. Die Menschen des Chores erfahren etwas von Vergebung ihrer Schuld, von bedingungslosem Angenommensein. Es ist eine große Befreiung. Es ist, als wäre ein Stück Himmel auf die Erde gekommen.

An diesen Film musste ich denken, als ich im ersten Kapitel des Kolosserbriefes die Verse 13 und 14 las: "Der Vater hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden."
Manchmal kann es schon auf Erden ein bisschen wie im Himmel sein. Manchmal erleben Menschen so etwas. Und dann ist es gut, sich klar zu machen: Das ist Gottes Werk! Gott hat uns hier auf Erden schon mitten in das Reich seines Sohnes Jesus Christus gestellt. Noch ist das vorläufig. Nicht immer und nicht für jeden erkennbar. Aber es gibt Momente und Situationen, in denen das ganz deutlich wird. Da, wo Menschen wieder zueinander finden, wo sie sich miteinander versöhnen. Jesus Christus hat am Kreuz alle unsere Schuld auf sich genommen. Wir sind erlöst, befreit. Gott hat den Schuldschein zerrissen. "Der Vater hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden."

Sünde bedeutet: Getrennt sein von Gott. Sünde bedeutet: den eigenen Weg zu gehen. Einen Weg, den Gott so nicht gewollt hat. Hinterher gibt es kein Zurück. Und das kann einen Schuld beladenen Menschen verzweifeln lassen, er kann die Zeit nicht zurückdrehen, er kann das Vergangene nicht ungeschehen machen. Immer wieder erleben es Menschen, dass sie schuldig werden. Da zerbricht eine Ehe. Einer gibt dem anderen die Schuld – und fragt doch insgeheim nach dem eigenen Versagen. Da verletzen Menschen einander immer wieder. Manchmal sogar, ohne es bewusst zu wollen. Und doch erleben sie dieses Verhalten als Schuld. Sogar Paulus hat das so erlebt, wenn er im siebten Kapitel des Römerbriefes schreibt: "Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich" (V.18.19).

In so einer Situation ist es gut, zu wissen, dass Gott die Schuld schon längst vergeben hat. Jesus Christus ist am Kreuz gestorben und hat alle Schuld auf sich genommen – meine, Ihre und die der ganzen Welt. Das Reich Christi ist schon angebrochen. Etwas von der Herrlichkeit Gottes ist schon mitten unter uns. Nun kommt es darauf an, es auch zu glauben, die Erlösung anzunehmen. Ich möchte vor Gott ablegen, was mich bedrückt. Meine Sorgen und Ängste und auch meine Schuld, die mich immer wieder einholt. Ich kann das, weil ich weiß: "Der Vater hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden." Und das ist wie im Himmel!

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