/ Wort zum Tag

Apostelgeschichte 4,20

Bibelvers

Wir können's nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.

Apostelgeschichte 4,20

Sie sollen zum Schweigen gebracht werden, weil sie im Blick auf Jesus nicht schweigen können. Zwei Christen stehen vor Gericht. Der Grund: In aller Öffentlichkeit hatten sie vom Heil, das in Jesus gründet, gesprochen. In der von Jesus verliehenen Vollmacht hatten sie einem Gelähmten wieder auf die Beine geholfen. Viele der Augen- und Ohrenzeugen wurden von der Rede über das Kreuz und die Auferstehung Jesu angesprochen. Viele fanden aufgrund der vollmächtigen Rede der beiden zu einer lebendigen Jesusbeziehung. Es kam zum rapiden Gemeindewachstum. Die Gemeinde wuchs allein um 5000 Männer.

Das erweckte naturgemäß Aufsehen. Das erregte Priester, den Befehlshaber der Religionspolizei und Anhänger einer Gruppierung, die nichts von der Auferstehung der Toten wissen wollten. Sie waren außer sich und im höchsten Maß erregt über diese Vorgänge. Sie spürten angesichts der Vollmacht von Petrus und Johannes ihre eigene Ohnmacht. Die öffentliche Ordnung war gestört. Sie wollen die zwei unter allen Umständen zum Schweigen bringen. Gewaltsam ziehen sie sie aus dem Verkehr. Am Ende eines aufregenden Tages werden sie über Nacht eingesperrt. Und nun stehen sie vor Gericht.

Beim Verhör steht die Frage nach der Vollmacht und Kraft im Blick auf die Heilung des Gelähmten im Mittelpunkt. Mutig bezeugt Petrus auch in dieser brenzligen Situation die Kraft Jesu. Er verweist darauf, dass allein in ihm das Heil zu finden ist. Die Religionsexperten, die studierten Theologen, stellen ihre Fragen. Petrus und Johannes, zwei einfache Leute, verteidigen sich mit großer Sicherheit. Sie machen keinen Hehl daraus, dass sie zu Jesus gehören. Der Hohe Rat, so heißt das oberste Gericht, findet keine Gegenargumente. Der Rat ist ratlos. Die Fakten der Heilung können sie nicht aus der Welt schaffen. Das Wunder hat in der Stadt Jerusalem Kreise gezogen. So fassen sie ihren Beschluss. Petrus und Johannes wird verboten, zu irgendeinem Menschen unter Berufung auf den Namen Jesu zu sprechen. Aber die beiden Zeugen Jesu nehmen das Urteil nicht an. „Ist es vor Gott recht, euch mehr zu gehorchen als Jesus?", fragen sie mutig und provozierend zugleich. „Wir können es nicht lassen, von dem zu reden, was wir gehört und gesehen haben!“, entgegnen sie.

Die Mächtigen sind machtlos. Die Kraft Jesu ist in Petrus und Johannes stärker als die Angst vor Nachteilen. Selbst Drohungen können die beiden Zeugen Jesu nicht einschüchtern. Sie sind bereit, das Kreuz um Jesu willen auf sich zu nehmen. Diese Erzählung aus den Anfängen der christlichen Gemeinde fand im Lauf der Geschichte ihre Fortsetzung. Immer wieder trugen vom Geist Jesu erfasste und mit seiner Kraft Begabte Menschen die Botschaft vom gekreuzigten und auferstandenen Herrn weiter. Viele büßten damit mit dem Leben. Aber gerade das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche. Selbst schlimmste Christenverfolgungen konnten und können den Lauf des Evangeliums nicht stoppen. Das ist bis heute so. Kenner sagen, dass in unseren Tagen die schlimmsten Christenverfolgungen aller Zeiten toben. Der Blick in manche asiatische Länder, in denen kommunistische Regimes an der Macht sind, und in Länder im Einflussbereich des Islam belegt dies. Aber gerade auch unter Verfolgung wächst die Gemeinde Jesu. In vielen Teilen dieser Welt bezeugen Christen trotz Einschüchterungen und Drohungen, dass das Heil in Jesus Christus gründet. Viele, die seine helfende und heilende Kraft am eigenen Leib verspürt haben, reden davon. Sie können es nicht lassen, von ihren Erfahrungen mit Jesus zu reden. Sie nehmen dafür Nachteile in Kauf. Viele werden verfolgt, gefoltert, eingesperrt oder gar getötet.

Als ich vor wenigen Wochen bei den Massai in Tansania unterwegs war, habe ich etwas von der Kraft Jesu erlebt. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie sich Jesus mitten im heidnischen Umfeld eine Gemeinde gesammelt hat. Sie war noch kein Jahr alt. Das Feuer des Glaubens lodert gerade auch dort. Ein Zauberpriester verließ fluchtartig die Gegend. Er musste bekennen: „Euer Gott, ihr Christen, ist stärker!“ Die jungen Christen gehen als Evangelisten unter großen Strapazen bis in die entlegendsten Gegenden, um von Jesus zu erzählen, der ihr Leben verändert hat. Sie können es nicht lassen, von dem zu erzählen, was sie gesehen und erlebt haben.

Und wir? Wenn unser Herz von der Liebe zu Jesus erfüllt ist, können auch wir nicht schweigen. Der Name Jesu muss in die Öffentlichkeit. Kein Bereich darf davon ausgespart bleiben. In unseren Schulen und Hochschulen, in unseren Parlamenten, in Betrieben und Arbeitsstätten, in den Medien gilt es zu bezeugen, dass es eine lebendige Hoffnung für diese Welt und für unser Land gibt. Gottes Zukunftsprogramm trägt einen Namen: Jesus - das heißt: „Gott hilft“. Das ist keine Aussage aus längst vergangenen Zeiten. Das ist auch mitten unter uns erfahrbare Wirklichkeit. „Wir können es nicht verschweigen, was wir gesehen und gehört haben!“ Nutzen Sie den heutigen Tag zum mutigen Zeugnis für Jesus.

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