/ Wort zum Tag

Jeremia 27,5

Bibelvers

Ich habe die Erde gemacht und Menschen und Tiere, die auf Erden sind, durch meine große Kraft und meinen ausgestreckten Arm und gebe sie, wem ich will.

Jeremia 27,5

Wem gehört eigentlich das alles hier? Die Ölquellen, die wir leerpumpen? Die Meere, die wir überfischen? Das Land, das wir zubetonieren? Die Luft, in die wir unsere Abgase leiten? Der Auerochse und das Wüstenwarzenschwein, die wir ausgerottet haben? Jeremia sagt es klipp und klar: Gott hat diese Erde und die Menschen und die Tiere gemacht. Und er gibt sie, wem er will. Also gehören sie ihm! Dieser Satz bekommt in unseren Tagen eine völlig neue Dimension!

Jeremia wusste: Gott ist der Schöpfer. Und weil er der Schöpfer ist, kann er auch über die Schöpfung verfügen. Hat absolute Allmacht. Und das hieß für ihn: Er kann die Völker der antiken Welt in die Hände des Königs von Babylon geben. Und für das Volk Gottes, dass immer wieder alle Warnungen überhört hatte, war der Zeitpunkt gekommen, das zu akzeptieren und sich in dieses Los zu fügen. Nicht nur die Völker dieser Welt, die Großmächte, gehören letztlich Gott. Auch die Tiere, die ganze Erde – sollte uns das nicht gerade heute zu denken geben?

Gott hat die Erde gemacht. Und er hat uns Menschen die Erde gegeben – damit wir sie als Treuhänder verwalten. Und was haben wir daraus gemacht? Und nun kann ich lange darüber diskutieren, dass die Amerikaner ja viel zu viel CO2 in die Luft blasen – und in meiner Garage steht eine alte Dreckschleuder, die, notfalls auch ohne Umweltprämie, einfach nur noch abgewrackt gehört. Ich kann darüber lamentieren, dass die Brasilianer – Brasilien ist so herrlich weit weg! – den Regenwald abholzen. Wo ist eigentlich das Holz für meine Möbel hergekommen? Die Gedankenlosigkeit, mit der ich oft meine Heizung aufdrehe und mit der ich durch den Supermarkt gehe, zeigt mir: Ich habe vergessen, wem das alles hier gehört! Und ich habe vergessen, dass Gott, dem das alles hier gehört, einen ausgestreckten Arm hat.

Gottes ausgestreckter Arm – das ist der Arm, der jederzeit Zugriff auf mich hat. Meine ich denn wirklich, dass Gott mich nicht eines Tages beim jüngsten Gericht unter anderem auch fragen wird: Was hast du gemacht mit der Welt, die ich dir gegeben habe? Mit dem Teil der Welt, den ich dir zu leben gegeben habe? Nun werden Sie vielleicht sagen: „Umweltschutz – ist das ein Thema für ein Wort zum Tag? Sind dafür nicht die Grünen und Greenpeace zuständig? – Nein! Es geht um Verantwortung vor Gott! Verantwortung dafür, wie ich mit seinem Eigentum umgehe. Wir – Sie und ich – sind Gott gegenüber verantwortlich dafür, wie wir mit den Ressourcen dieser Erde umgehen. Weil wir einmal vor diesem Gott stehen werden und Rechenschaft ablegen müssen. Für alles! Und glauben Sie mir: Gott liebt diese Welt, die er erschaffen hat. Und ihn lässt es nicht kalt, wenn wir gedankenlos damit umgehen. Und ich habe festgestellt: Dabei verliere ich keine Lebensqualität, sondern gewinne sie, wenn ich bewusst mit Gottes Schöpfung umgehen. Was hat mehr Lebensqualität? Gedankenlos alles Mögliche in sich hineinfressen – oder ein gutes Essen zu genießen und es als Geschenk aus der Hand des Schöpfers zu nehmen? Und nichts geht über Obst und Gemüse, dass man sich selber gezogen hat – und wenn es, falls Sie keinen Garten haben, nur die Kräuter von der Fensterbank sind. Was hat denn mehr Lebensqualität – einfach gedankenlos Festbeleuchtung an und sämtliche Geräte laufen lassen – ich habe lieber ein paar Cent mehr für Ökostrom investiert, mache dann aber Licht und Laptop an mit dem Gefühl der Dankbarkeit: Der Wind, mit dem dieser Strom erzeugt wurde, den hat Gott wehen lassen. Ich kann einfach so gedankenlos konsumieren – oder ich kann bewusst gute Gaben aus der Hand meines Schöpfers nehmen, der das alles hier gemacht hat – und es gibt, wem er will. Machen Sie mit! Wenn Sie bewusster mit der Schöpfung umgehen, machen Sie sich auch mehr Gedanken über den Schöpfer! Erfahren Sie, wie Gott, der gute Gaben gibt, Sie beschenken will. Das ist Lebensqualität!

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