/ Wort zum Tag

5. Mose 32,4

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Treu ist Gott und kein Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er.

5. Mose 32,4

„Yes, we can“ – dieser Slogan hat den Amerikanern in der Krise neuen Mut gegeben – und Barack Obama zum Präsidenten gemacht. „Yes, we can“ – Wir können es schaffen. Wenn wir anpacken. Die Ärmel hochkrempeln. Uns mit aller Energie für das Richtige einsetzen. Unbequeme Entscheidungen nicht auf die lange Bank schieben. „Yes, we can“ – der Satz hat Mut gemacht.

Er kann aber auch enttäuschen. Wie oft habe ich schon – auf Deutsch – gedacht: „Wenn ich es nur anpacke, schaffe ich es!“ – meine überflüssigen Pfunde loszuwerden und endlich Sport zu treiben. Allen Anforderungen im Beruf gerecht zu werden. Meine charakterlichen Schwächen zu überwinden. Auch die Schwäche, dass ich über meine Schwächen nicht gerne rede und es deswegen auch jetzt nicht tun werde. Und auch in meiner Beziehung zu Gott. Ich möchte Gott treu sein, ich möchte ihm dienen, ich möchte, dass mein Herz ganz bei ihm ist. Und ich merke: Ich kann es nicht! Nein – ich kann es nicht, was ich mir alles vornehme. Treu, zuverlässig, wahrhaftig sein. Ich schaffe es nicht. Jedenfalls nicht immer.

Aber: "Treu ist Gott und kein Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er."
Diese Losung für heute kommt aus dem sogenannten „Lied des Mose“. Das war nicht seine Antritts-, sondern seine Abschiedsrede an das Volk Israel, das er vierzig Jahre lang aus Ägypten und dann durch die Wüste geführt hatte. Und wie Barack Obama ging Mose dem Volk voran. Gab ihnen neuen Mut, packte die Herausforderungen an, führte das Volk zu neuen Ufern. Plötzlich: Neue Probleme, die nicht sofort gelöst werden konnten. Die Stimmung schlägt um. Sie merken: Wir sitzen hier in der Wüste – in die Mose uns geführt hat – und kommen nicht mehr raus. Und auch Mose merkt immer wieder: Ich kann es eben nicht! Aber am Ende seines Lebens blickt Mose auf eine ganz andere Erfahrung zurück: „Treu ist Gott und kein Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er.“

Er und sein Bruder Aaron konnten es nicht! Und vor allem das Volk konnte es nicht! Es konnte Gott nicht vertrauen, ihm nicht treu bleiben! Aber Gott ist treu und gerecht. Er hält, was er verspricht. Und er ist gerecht und wahrhaftig. Er hat eben nicht das Volk aus Ägypten gerettet, um sie dann in der Wüste sterben zu lassen. Nein! Auch, wenn es eben durch die Wüste ging – und dieser Weg war kein leichter! Gott war bei Ihnen. Gott ging Ihnen voran. Gott führte sie. Und er führte sie bis in das versprochene, gelobte Land. „But he can!“ – Aber er kann! Mose sagt das in seiner Abschiedsrede. Sein Ende war nun gekommen. Und sein Volk? – Sie würden ohne ihn ihr Ziel erreichen müssen. „Aber Gott kann“ – das ist sein Testament. Und seine Ermahnung für die Zukunft: Wenn ihr Gottes Segen erleben wollt, dann erinnert euch daran, wie er euch durch die Wüste geführt hat. „Aber er kann“ – und dann vertraut auch in Zukunft darauf!
Wenn ich so darüber nachdenke: Ja, Gott hat auch in meinem Leben unter Beweis gestellt: Er kann! Er ist treu, zuverlässig, gerecht. Er hat sich als verlässlicher Partner erwiesen. Hat mir über Hürden geholfen, die mir zu groß schienen. Was gerade noch als Berg vor mir lag – irgendwie bin ich drüber gekommen. Und im Rückblick war der Berg gar nicht so hoch. Oder ich staune im Rückblick darüber, wie ich das geschafft habe – Pardon: Wie Gott das geschafft hat. „Aber er kann!“

Ich weiß nicht, vor welchen Herausforderungen Sie stehen. Oder welches Versagen Sie quält. Oder was sonst Sie nicht schlafen lässt. Manchmal hilft ein einfacher Satz, den man sich vergegenwärtigt: „Aber er kann!“. Und dann denken Sie darüber nach, wo in Ihrem Leben sich Gott als „treu, gerecht und wahrhaftig“ erwiesen hat. Wenn Sie eine Weile nachdenken: Ich bin sicher, es fällt Ihnen etwas ein. Sollte er sich nun so plötzlich geändert haben? „Aber er kann“ – und dann merken Sie vielleicht: „Yes, we (oder I) can“ – mit Gottes Hilfe. Das hat übrigens Barack Obama in seinem Amtseid auch gesagt!


Kommentare

Von Angelika am .

ES GIBT MIR STETS AUFS NEUE MUT GOTT KANN WAS BEI DEN MENSCHEN UNMÖGLICH TST ;IST BEI GOTT MÖGLICH DARUM GILT IHM MEIN GANZES VERTRAUEN : ZWAR MANCHMAL DENKE ICH ;HERR NUN ISTS DOCH AN DER ZEIT ABER DANN ERINNERE ICH MICH WIEDER MEINE ZEIT IST NICHT SEINE ZEIT ABER ER KANN UND ER WIRD EINGREIFEN ZU SEINER ZEIT

Von Renate am .

Danke für dieses mutmachende Wort zum Tag, das ich aus eigener Erfahrung nur immer wieder unterstreichen kann. Aus eigener Kraft können wir es nicht schaffen, sondern allein mit Gottes Hilfe. Wir sind ganz und gar von ihm abhängig und wenn wir ihm vertrauen, wird er er alles zu einem guten Ende bringen.

Von Dölf Weber-Fivian am .

Rückblick: Das ist wirklich so. Als Eltern von 3 erwachsenen Söhnen können wir schon sagen. Manches passierte. Autounfälle und sonstiges Unvorgesehenes, das Ratlosigkeit hervorrief. Auch die momentane Krise in der Firma, in der ich arbeite. Bei vielen Problemen kann man erst im Rückblick feststellen, wie der Herr Jesus es immer wieder konnte.Nur er weiss, wo es letzlich lang geht. Dazu gehört Vertrauen und viel Geduld.


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