/ Wort zum Tag

Psalm 7,2

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Auf dich, HERR, mein Gott, traue ich! Hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich.

Psalm 7,2

Wie reagieren Sie, wenn Sie verleumdet oder zu Unrecht angeklagt werden in irgendeiner Sache? Wenn haltlose Gerüchte gegen Sie in Umlauf gebracht werden? Eine schwierige Situation! Der designierte Thronfolger David steckte genau in dieser Lage. Gott hatte ihn zum König über Israel bestimmt. Doch Saul, der amtierende Vorgänger, wollte nicht abtreten. Im Gegenteil. Er verfolgte David mit allen Mitteln. Er setzte selbst die Armee ein, um seinen vermeintlichen Konkurrenten und Todfeind zu eliminieren. Dabei schürte sein Berater Kusch immerzu das Feuer des Hasses. Er setzte immer neue Gerüchte über Davids unlautere und böse Absichten in Umlauf. Und Saul glaubte sie. Ruhelos jagte er David hinterher.

In dieser schwierigen Lage betete David den siebten Psalm. Im zweiten Vers heißt es: „Auf dich, HERR, mein Gott, traue ich! Hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich!“ David zahlte nicht mit gleicher Münze zurück. Er hätte Gelegenheiten genug gehabt, seinen Verfolger ein für allemal auszuschalten. Er tat es nicht. Mehrmals hatte er das Gespräch gesucht und Saul die Hand zum Frieden angeboten – ohne Erfolg. Mehr konnte er nicht tun. So überließ er den Fall seinem Anwalt: Gott! Er vertraute darauf, dass er sich seiner Sache annehmen und für ihn streiten würde. So konnte keine Angst aufkommen bei ihm. Er war sich seiner Sache sicher. Aber nicht selbstsicher. Er bat Gott, ihm seine allfälligen Schuldanteile aufzuzeigen und zu vergeben. Im Übrigen aber überließ er die ungerechtfertigten Verleumdungen und Verfolgungen ihm, der alles weiß und gerecht richtet.

Diese Linie finden wir wieder in der Bergpredigt Jesu. Dort sagt er: „Glücklich sind, die verfolgt werden, weil sie nach Gottes Willen leben. Denn ihnen gehört Gottes neue Welt. Glücklich könnt ihr sein, wenn ihr verachtet, verfolgt und verleumdet werdet, weil ihr mir nachfolgt. Ja, freut euch und jubelt, denn im Himmel werdet ihr dafür reich belohnt werden!“ Wer so sich einstellt auf üble Nachreden, unwahre Gerüchte und verletzende Verhaltensweisen von feindlich gesinnten Menschen, der gibt der Angst davor keine Chance. Die Bibel ist kein Rezeptbuch für schwierige Lebenslagen. Aber sie zeigt uns die Wegrichtung zur Lösung. Den Weg gehen müssen wir selbst. Sie zeigt uns Ansätze und gibt uns Anstöße. Aber umsetzen müssen wir sie selbst. Hauptanliegen bleibt das persönliche Vertrauen zu Jesus Christus. Er sagt: „In der Welt habt ihr Angst ..!“ Er beurteilt unsere Lage also sehr nüchtern! Nicht um uns in unserer Angst zu bestätigen. Nein! Sondern damit wir uns ihm anvertrauen. Wer das tut, kann getrost weitergehen. Denn er vertraut dem, der die Welt und damit auch die Angst der Welt, überwunden hat! Er vertraut dem, der den Ausweg und das Ziel kennt. Und der die Kraft und den Willen hat, ans Ziel zu bringen!


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