/ Wort zum Tag

1. Thessalonicher 4,7

Da sitzt sie schnurrend vor mir und leckt sich und leckt sich. Sie hört überhaupt gar nicht mehr auf, diese kleine weiße Katze mit den schwarzen Pfoten. Zwischendurch schaut sie mich prüfend an, als wenn sie mich fragen wollte: „Ist es jetzt genug, sehe ich nicht schön sauber aus? Kannst du nicht stolz auf mich sein?“ Ich streichle sie, und voller Wohlbehagen drückt sie ihr Köpfchen gegen meine Hand und so spüre ich das wunderbar weiche Fell, das nun ganz sauber zu sein scheint. Die Katze aber macht weiter.

Mir fällt eine Geschichte von dem großen englischen Prediger Charles Haddon Spurgeon aus London ein. Einmal verglich er Christen und Nichtchristen mit einem Schaf und einem Schwein. Schaf und Schwein sind beide unterwegs. Auf ihrem Weg geraten beide in eine schlammige große Pfütze. Das Schaf springt schnell heraus und versucht, den Dreck aus der Wolle zu bekommen. Es läuft zum Hirten, als wollte es sagen: „Mach mich doch sauber.“ Das Schwein dagegen bleibt in der Pfütze und dreht und wälzt sich voller Freude. Es denkt gar nicht daran, die Pfütze zu verlassen.

Christen und Nichtchristen geraten beide in Schuld, beide versagen und beide sündigen. Wer als Christ in der Vergebung seiner Schuld etwas erfahren hat von der Liebe des lebendigen Gottes, der will schnell wieder heraus aus der Schuld, in die er gefallen ist. Er läuft zu Christus, der sein Leben gab für unsere Schuld, mit der Bitte um Vergebung. Der Nichtchrist ist sich der Schuld oft gar nicht bewusst. Er fühlt sich wohl in sündiger Welt. Sein Gewissen springt nicht an. Er weiß gar nicht, in welcher Gefahr er auf ewig ist.

In der Fernsehwerbung wird uns immer wieder vorgeführt, wie wichtig es ist, die Zähne täglich zu putzen, nach Möglichkeit morgens, mittags und abends. Zähneputzen ist wichtig gegen Karies, Parodontose und gegen andere Krankheiten des Zahnfleisches und der Zähne. Vergleiche werden angestellt und plastisch vor Augen geführt, sieht man das Ergebnis bei geputzten und ungeputzten Zähnen. Die Geputzten strahlen weiß den Betrachter an. Das Zahnfleisch sieht rosig gesund aus. Die nicht geputzten Zähne sind hässlich verfault und das Zahnfleisch ist weit zurückgegangen. Wer will schon solche Zähne haben?

Wie es uns mit den Zähnen geht, so sollte es uns auch mit unserer Seele gehen. Jesus Christus will uns reinigen von dem tödlichen Bazillus der Schuld. Wir sollen seine Kinder sein und als solche bedacht sein auf Reinheit unserer Herzen. So wie die Katze bedacht ist auf die Reinheit ihres Fells.

Kennen Sie noch das Kindergebet, an das ich hin und wieder denken muss: „Ich bin klein, mein Herz mach rein. Soll niemand drin wohnen als Jesus allein!“?

Der Apostel Paulus hat das etwas anders ausgedrückt in seinem ersten Brief an die Gemeinde in Thessalonich im 4. Kapitel, dem 7. Vers sagt er: „Gott hat uns nicht berufen zur Unreinheit, sondern zur Heiligung.“ Gott möchte also, dass wir ein reines Herz haben, frei sind von Schuld. Warum? Damit wir ihm ganz gehören. Wir sollen Heilige sein, von Gott geheiligte Menschen.

In einer Schulklasse fragte der Lehrer im Religionsunterricht, was denn Heilige seien. Da meinte eine Schülerin: „Heilige, das sind Menschen, durch die die Sonne scheint.“ Der Lehrer verstand erst nicht und fragte zurück, wie sie das denn meinte. Darauf die Schülerin: „In unserer Kirche gibt es einige Fenster, da sind Heilige drin. Die kann man aber nur sehen, wenn die Sonne durch sie hindurch scheint. Wenn die Fenster schmutzig sind, dann kann die Sonne nicht mehr durch die Fenster scheinen.“ Die Sonne ist die Liebe des lebendigen Gottes. Sie soll durch unser Leben hindurch scheinen und nicht durch böse Taten und Schuld verdeckt werden.

Heiligung heißt nichts weiter, als den ganzen Dreck des eigenen Lebens Jesus zu übergeben. Menschen sollen in unserem Leben etwas von dieser Reinigungs- und Liebestat Jesu Christi entdecken können. Deshalb ist es so wichtig, dass wir frei werden vom Dreck der Schuld und uns saubermachen lassen. So wie die kleine Katze, die sich am wohlsten fühlt, wenn sie ganz sauber ist. Dann liegt sie da und schnurrt vor sich hin. So geborgen und froh will uns Jesus machen. Dass Sie immer so zu Jesus finden, das wünsche ich Ihnen!

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