/ Lied der Woche

Wie ein Kind (5/7)

„Wie ein Kind“ von Valerie Lill. Da ist ein kleines Wesen, das sich an der väterlichen Hand festhält. „Ein Kind an Papas Hand“ – hier klingt die Perspektive des Kindes an. Nach „Mama“ gehört  „Papa“ zu den ersten Worten, die Kinder sprechen. „Papa“ – ein lautmalerisches Wort, wo das „pa“ einfach verdoppelt ist.

Ähnlich ist es auch bei Kindern Gottes, die ermuntert werden (Römer 8, 15), „Abba, lieber Vater“ zu rufen.“ Abba“: lautlich und auch vom Sinn her eine zärtliche, intime Bezeichnung für den Vater, den Papa. 

Als jemand in meiner Umgebung tatsächlich einmal so betete: „Papa“ , war ich überrascht, weil mir bewusst wurde, wie gestelzt ich manchmal beim Beten die Worte wähle. Der Theologe Dietrich Bonhoeffer schrieb dazu in seinem Werk „Nachfolge“: „Das rechte Gebet ist nicht ein Werk, eine Übung, eine fromme Haltung, sondern es ist die Bitte des Kindes zum Herzen des Vaters. Darum ist das Gebet niemals demonstrativ, weder vor Gott, noch vor uns selbst, noch vor anderen.“ – Dietrich Bonhoeffer. Dass hier das wahre Wesen des Gebets ausgesprochen ist, hat Valerie Lill erkannt:  „Wir leben durch die Liebe, die er bedingungslos gibt“. Das heißt: für die Art, wie ich bete, muss ich keine äußerlichen Vorschriften beachten. Einzig und allein das persönliche Verhältnis zum Vater im Himmel zählt!

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