/ Lied der Woche

Kommt alle zu mir (6/7)

„Kommt alle zu mir“ oder Kommet her zu mir alle“. Ja, das klingt gut. Aber dann heißt es weiter – und das ist schon nicht mehr so einleuchtend und einladend: „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“

Normalerweise müssen Menschen ihre Lasten allein tragen, sie liegen – so die Vorstellung - auf dem Nacken. Als Jesus seinerzeit die Mühseligen und Beladenen einlud, dachte er aber nicht so sehr an das, was für uns heute Lasten sind -  Krankheit oder Existenz-Sorgen. Jesus dachte an seine Jünger, die in ihrem religiösen Umfeld ein engmaschiges Netz von Vorschriften hatten. Ihr Lebensweg war gepflastert mit Verpflichtungen. Wer die ernst nahm, der quälte sich mit Geboten und Verboten ab. Kurzum: er hatte eine schwere Last auf dem Buckel oder im Nacken. In diese Situation hinein bietet Jesus ihnen sein Joch an. Wenn Jesus sagt: „Nehmet auf euch mein Joch“, dann meint er: Ich lade euch in eine unauflösbare Lebensgemeinschaft mit mir ein. Da gelten andere – in Anführungsstrichen – Gesetze. Das Gesetz der Liebe und der Freiheit.

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