/ Lied der Woche

Wenn keiner (7/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

„Wenn keiner dich vermisst, will ich dich suchen.“ So hat Jonathan Leistners Lied begonnen. Väterliche Gedanken über und für ein noch längst nicht mündiges Kind. Und wie endet es? Mit vertauschten Rollen. „Wenn keiner an mich glaubt, sprich du mir Mut zu! Wenn keiner mich erträgt, sei du mein Gast! Wenn keiner mir verzeiht, sei du mir gnädig!“ – Das sagt der tatkräftige Mensch in mittleren Jahren, der schon absehen kann: immer wird das nicht so weitergehen, irgendwann werde ich vielleicht auch Unterstützung brauchen, ich kann mich auch mal verrennen, ich bin nur ganz bedingt der strahlende Held, ich bin zu allem fähig – Scheitern inklusive. Und dann wird mir mein Kind hoffentlich nicht fremd geworden sein, dann wird unser Verhältnis hoffentlich noch oder wieder so gut sein, dass ich von meinem Sohn, meiner Tochter den nötigen Beistand bekomme.

All das gibt’s nicht umsonst, da ist eine Menge Beziehungsarbeit nötig, und das Wechselspiel zwischen Freiraum geben und Nähe suchen und einander zugestehen, dass jeder und jede einzelne sich weiter entwickelt, das hört vermutlich nie auf. Aber bei Jonathan Leistner ist es genau besehen ja nicht nur eine Sache zwischen zwei Menschen, sondern eine Dreiecksbeziehung. Er rechnet mit dem Segen Gottes, und wo Gott segnet, da ist er auch sonst mit von der Partie.


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