/ Lied der Woche

Nun bitten wir den heiligen Geist (7/7)

„Nun bitten wir den heiligen Geist.“ Ein altes, ein sehr altes Lied aus dem 13. Jahrhundert. Entsprechend alt oder altertümlich empfinden wir heute vielfach auch die Melodie. Sie ist pentatonisch aufgebaut; das heißt, sie besteht aus nur fünf Tönen, bis auf eine kleine Ausnahme. Wenn Sie sie auf dem Klavier spielen, brauchen sie dafür nur fünf von den sieben  weißen Tasten. Oder nur die fünf schwarzen.

Nur fünf Töne? Das klingt wirklich wenig und könnte langweilig werden, aber das ist die Melodie keineswegs. Ich empfinde diese Sparsamkeit des Materials eher als etwas, was zur Konzentration beiträgt – und am Ende die Textaussage eindrucksvoll unterstreicht.

Auf eher lange Notenwerte werden die ersten beiden Zeilen jeder Strophe gesungen: Wo das Wesen und Wirken des Heiligen Geistes beschrieben wird. Lebendiger, bewegter wird es dann, wo es um uns geht – um unser Ergehen, unser Leben im Glauben, um die Konsequenzen aus dem, was der Heilige Geist wirkt und schenkt.

Fazit für mich persönlich: dieses sehr alte Lied aus dem 13. und 16. Jahrhundert hat das Zeug, auch im 21. Jahrhundert noch christliches Leben zu inspirieren. Durch den Text – und durch die Musik.

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