/ Lied der Woche

Leise (4/7)

Den Geräuschpegel mal herunterfahren.

Im Lied „Leise“ von Christoph Zehendner taucht der Gedanke auf, dass wir in der heutigen Zeit vielfach bedrängt werden. Es ist eine akustische Bedrängnis. Wir werden zugeballert, zugedröhnt, zugerieselt mit Musik, mit Texten und Geräuschen.
Da wäre ein Geräusche-Fasten vielleicht mal angebracht. Um den Kopf mal frei zu kriegen, abschalten zu können. Und sich dann einer Sache zu widmen, die sich wirklich lohnt.
Für Christoph Zehendner ist diese eine Sache: auf Gott zu hören.
Und der spricht leise. Den Geräuschpegel mal runterfahren – das wär’s! Und dann alle Lauscher auf Empfang stellen. Unsere Katze macht so etwas manchmal. Man kann richtig sehen, dass sie hört.
Ich frage mich: erkennt man bei mir selbst, dass ich ein Hörender bin, einer, der gelernt hat, auf Gottes leise Stimme zu hören? Es geht nicht um ein spezielles Verfahren, die Haltung ist es, die den Unterschied macht, denke ich. Ja, es ist wohl eine Art Kunst, eine Fertigkeit also, die sich ganz praktisch auswirkt, wenn ein Mensch gelernt hat, auf Gottes leise Stimme zu hören.


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