/ Lied der Woche

Leise (3/7)

Christoph Zehendner macht in seinem Lied „Leise“ Mut zur Unterscheidung.
Es geht ihm, wie im Text zu erfahren ist, um die „feine Weise“, mit der Gott sich äußert. Und Gott tut das eben anders als wir Menschen.
Er gebraucht Worte, die Menschen verstehen können. Ja, das schon. Aber auf seine Art. Er braucht keinen Verstärker. Er macht keinen Krach, und ist doch auch nicht unhörbar: Typisch Gott. Er lässt sich auf unsere Ebene herab, ohne sich selbst untreu zu werden. Er hat eben eine „feine Weise“. Er, der das Ohr geschaffen hat, weiß es anzureden.
Und Gott ist umgekehrt auch für uns erreichbar. In Ps 94,9 heißt es deshalb: „Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hören?“ Gottes Reden ist eben keine Einbahnstraße. Er spult nicht einfach sein Programm ab, sondern er will eine Resonanz, ein Echo. Wo er zu reden beginnt, wünscht er sich auch eine Antwort von uns. So gesehen ist Gottes Reden einer geflüsterten Liebeserklärung durchaus vergleichbar.
Und um diese Liebe dreht sich alles – das ist die Erkenntnis des Texters und Komponisten Christoph Zehendner.

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