/ Lied der Woche

Macht hoch die Tür (1/7)

Heute ist der 1. Advent – und als Wochenlied in der ersten Adventswoche erklingt die Nummer 1 im Evangelischen Gesangbuch: „Macht hoch die Tür“. Die Aufnahme mit dem Chor Con spirito ist schon lange vergriffen, aber ich denke mal – da gehe ich von mir aus – Sie singen selbst dieses bekannte Lied: aus dem Herzen, aus dem Gesangbuch oder aus beidem. Mit dem Advent fängt die Zeit des erwartungsvollen Singens an. Georg Weissel verdanken wir dieses gehaltvolle Lied. Er schrieb es im Jahr 1623 zur Einweihung der Altroßgärter Kirche in Königsberg; es handelt von der Erwartung und beschreibt den, der erwartet wird: den König der Ehren. Er ist im Kommen und er möchte einkehren – in seine Welt und in die Herzen der Menschen.     

„Macht hoch die Tür“ – dahinter steckt ein Zitat aus Psalm 24 im Lutherschen Wortlaut: „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehe!“ Ursprünglich gehört der biblische Text zu einer israelitischen Liturgie bei der Feier des Einzugs der Bundeslade in den Tempel, also des Einzugs Gottes in sein Volk. Die alte Kirche griff den Text bereits früh auf und erwartete im Advent den „König der Ehren“ mit dem Ruf „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“.

„Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!  Wer ist der König der Ehre? Es ist der HERR, stark und mächtig, der HERR, mächtig im Streit.  Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!  Wer ist der König der Ehre? Es ist der HERR Zebaoth; er ist der König der Ehre.“ (Psalm 24, 7-10)

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