/ Lied der Woche

Bleib nicht stehn (5/7)

Helmut Hoeft hat einen Beitrag zum Reformationsjahr geleistet, indem er sowohl traditionelle als auch neue Lieder auf CD gebannt hat. „Singt ein neues Lied“ heißt der Titel. Als Dichter des Liedes „Bleib nicht stehen“ hat Helmut Hoeft sein Können als Texter und Komponist unter Beweis gestellt.

Besonders Verben haben es ihm angetan. Und da blicke ich mal auf das Verb „Verweilen“ in der 3. Strophe: Johann Wolfgang von Goethe lässt seinen Dr. Faust sagen: „Würd ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch, du bist so schön, dann magst du mich in Fesseln schlagen. Dann will ich gern zugrunde gehn.“ Faust wettet, dass es Mephisto nicht gelingen wird, ihn vom Streben nach immer mehr Wissen abzubringen.

Beim Stichwort Augenblick geht es um etwas, das man oft gern festhalten will. Und unsere technischen Errungenschaften ermöglichen das auch. Ein modernes Motto, dieses „Verweile doch“.

Helmut Hoeft dagegen kommt im Text seines Liedes nach dem „Verweilen“ gleich auf das „Losrennen“ zu sprechen. Der Mensch ist nicht für die bloße Zuschauerrolle geschaffen. Das wird mir gerade jetzt im Herbst jeden Tag bewusst. Die Schönheit der bunten Blätter, sie ist allzu vergänglich. Gut tut mir, wenn ich inmitten der bunten Blätterwelt meinen Weg gehe, aktiv bin. Denn: Gott will ja den Weg mit mir gehen.

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