/ Lied der Woche

Bleib nicht stehn (4/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

Man könnte auf die Idee kommen, Helmut Hoeft will da in seinem neuen Song „Bleib nicht stehn“ auf Luther anspielen. Auf Luther, der sich so standhaft zeigt während des Wormser Reichstages von 1521. Sein Ausspruch auf dem Wormser Reichstag endete nach Wortlaut der Aufzeichnungen mit: „mein Gewissen ist gefangen in den Worten Gottes, ich kann und will nichts widerrufen, weil es gefährlich und unmöglich ist, etwas gegen das Gewissen zu tun. Gott helfe mir. Amen.“

Das hat was. Das umstrittene Lutherzitat: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ hat schon zu Luthers Lebzeiten zu seinen Markenzeichen gehört. Es findet sich zum Beispiel auf einem Holzschnitt aus dem Jahr 1556. Spannend ist aber: Es heißt im Lied von Helmut Hoeft: „Bleib nicht stehn“! Und wohin führt eine solche Aufforderung? Doch dahin, weiterzumachen, weiterzugehen.

Wir brauchen solche Aufforderungen. Auch Luther hat sie gebraucht. Er hatte dazu seine Mitstreiter in Wittenberg, die anderen Reformatoren und nicht zuletzt die eigene Ehefrau. Und wer fordert mich heraus? Wem bin ich selbst ein solcher Aufforderer, nicht stehen zu bleiben? Wen ermutige ich? Wer ermutigt mich? Gemeinsam etwas durchstehen, auch wenn es noch so schwierig ist, darum geht es!


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